Reisepass und Gesundheitspass?! – In Politik und Presse werden Immunitätsnachweise gefordert

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Sardinien lockt immer mit Sonne, Sand und See. Quelle: Pixabay, Foto: Shardan

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Die Regierung der Insel Sardinien hat kürzlich ein Flugzeug von Eurowings mit zwei Passagieren (sic!) aus Düsseldorf kommend nicht landen lassen, will aber zwar in Kürze ihre Häfen und Flughäfen öffnen.

Soll man sich darüber amüsieren, dass die Verantwortlichen die Einreisebestimmungen auf Sardinien nicht kennen oder dass sie nur zwei Passagiere fliegen?

Nun, ab dem 1. Juni dürfen Italiener von den Flughäfen Rom und Mailand wieder nach Sardinien, zwei Tage später dürfen auch Reisende aus dem Ausland über den Umweg Rom und Mailand nach Sardinien. Direktflüge aus dem Ausland sollen erst ab dem 25. Juni erlaubt sein.

Die zwei Passagiere müssen sich also noch etwas gedulden, wenn sie Italiener sind, also über einen Reisepass Italiens verfügen, allerdings nicht ganz so lange, aber auf jeden Fall über Rom oder Mailand fliegen.

Doch das ist noch nicht alles. Künftig soll nicht nur der Reisepass (oder Ausweis) vorgezeigt werden müssen, sondern auch ein Gesundheitspass. Basta heißt es dazu aus Cagliari! Dass „ohne Corona-Schnelltests, der selbstverständlich negativ ausgefallen“ sein müsse, bei den Sarden nichts gehe, das wird in „RT Deutsch“ (27.5.2020) unter der Überschrift „Bundespressekonferenz: Sommerferien im Ausland nur mit Immunitätsnachweis?“ mitgeteilt.

Ob das Papier nun Immunitätsnachweis, „EU-COVID-Pass“ oder Gesundheitspass genannt wird, dürfte allen Betroffenen egal sein. Erste Regierungen wie die kroatische in Zagreb fangen damit an, Fragebögen erstellen zu lassen, die von Reisenden vor der Einreise ausgefüllt werden müssen. Abgefragt werden sollen auch Gesundheitsdaten.

Datenschützer, die vielleicht noch bei der Eurowings-Pleite mit den zwei Passagieren lachten, dürften darüber überhaupt nicht amüsiert sein, oder?

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