Punkteteilung im Niedersachsenderby – VfL Wolfsburg verspielt 2:0 Führung gegen Hannover 96

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© Foto: Winfried Laube, 2015
Vorbericht:
Der VfL, der seit 20 Heimspielen in Folge ungeschlagen ist, wollte gegen Hannover einen großen Schritt zur direkten Champions League-Qualifikation machen.
Der Einzug in das Finale des DFB-Pokals war geschafft, doch eine große Feier gab es bei den Wölfen noch nicht, stand doch heute mit dem Niedersachsenderby gegen Hannover 96 schon das nächste wichtige Spiel in der Fußball-Bundesliga an, das die volle Konzentration der Grün-Weißen erfordert. „Unser großes Ziel ist die direkte Qualifikation für die Champions League. Dafür brauchen wir Siege“, sagte VfL-Cheftrainer Dieter Hecking am Donnerstagmittag.
Vier Punkte Vorsprung hatten die zweitplatzierten Wolfsburger auf Borussia Mönchengladbach, sogar sechs auf Bayer Leverkusen auf Platz vier, der lediglich zur Teilnahme an der Qualifikation für die Königsklasse berechtigt. 
1. Halbzeit
Vorsichtiger und kontrollierter Beginn der Wolfsburger zu Beginn des Spieles, ehe sie sich ihre ersten Torchancen durch Weltmeister Schürrle (12./16.) erspielten, während die Gäste, die heute zum ersten Mal unter dem neuen Cheftrainer Michael Frontzeck antraten, bis dahin ganz gut mitspielten ohne zu tief in der Abwehr zu stehen. 
Ab der 20.Minute bestimmten dann die Wölfe das Spiel ohne ihre Defensive zu vernachlässigen. Und wieder einmal war die Klasse von de Bruyne zu erkennen, als er nach guter Vorarbeit mit viel Gefühl auf Bas Dost flankte, der direkt abschloss und mit seinem 14. Saisontreffer das 1:0 erzielte.(24.).
Der VfL machte jetzt mehr Druck und spielte überlegen, während die Gäste kaum noch aus ihrer Hälfte rauskamen und nur noch auf Konter lauerten. Von den zahlreich mitgereisten Fans aus Hannover war wenig zu hören, während die Wölfefans mächtig Stimmung machten.
Die überlegenen Wölfe erhöhten in der 45. Minute durch einen Gewaltschuss aus 20 Meter in den rechten oberen Winkel von Perisic auf 2:0.
In der Halbzeitpause feierten die Fans die Frauen-Fußballmannschaft des VfL Wolfsburg, die in Köln durch einen 3:0 Sieg über Potsdam Deutscher Pokalsieger wurde.
2. Halbzeit
In der 47. Minute wachten die 96er zusammen mit ihren Gästefans plötzlich auf, als aus dem Nichts der Anschlusstreffer zum 1:2 für die Hannoveraner fiel. Der Torschütze war der für Karamand eingewechselte Briand. Die Gäste wurden jetzt mutiger und erspielten sich einige Torchancen, eine davon nutzte Sané mit einem Tor des Monats durch einen Fallrückzieher an den Innenpfosten zum überraschenden 2:2 Ausgleich. (58.)
Jetzt wurde es das erwartet spannende und emotionale Derby. Die Wolfsburger befanden sich minutenlang im Schockzustand. Nach zwanzig starken Minuten der Gäste machte die Heimmannschaft wieder mehr Druck und hatte die besseren Chancen.
Doch Hannover 96 verteidigte mit viel Kampf und Geschick das Unentschieden und entführte einen wichtige Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.
Gästetrainer Michael Frontzeck resümierte nach dem Spiel: "Wir wussten, dass es heute ein schwieriger Nachmittag wird für uns – wir hatten zu Beginn des Spiel gute Möglichkeiten, haben dann aber das Spiel abgegeben und sind verdient in Rückstand geraten. Wir sind verändert aus der Halbzeit raus, haben zwei Wechselungen vorgenommen. Beide Mannschaften hätten das Spiel gewinnen können. Mir wird nicht Angst und Bange , dass wir nicht noch die Punkte holen, um den Klassenerhalt zu schaffen".
Dieter Hecking resümierte nach dem Spiel: "Wir machen zum günstigen Zeitpunkt unsere Tore. Wir haben Hannover ermöglicht zurückzukommen und wurden zurecht dafür bestraft und hätten eigentlich zum Schluss 2:3 verlieren können. Hannover hatte den Punkt verdient, das war in der zweiten Halbzeit zu wenig".
Statistikschema:
Tore: 1:0 Dost (24.), 2:0 Perisic (45.), 2:1 Briand (47.), 2:2 Sané (58.)
Gelbe Karten: Vieirinha | Prib
Gelb/Rote Karten -/-
Rote Karten: – | –
Zuschauer: 29.514
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych
VfL Wolfsburg: Startaufstellung: Benaglio – Vieirinha, Naldo, Klose, Rodriguez -Gustavo, Arnold – Perisic, De Bruyne, Schürrle – Dost
Hannover 96: Startaufstellung: Zieler – Schmiedebach, Marcelo, Schulz, Albornoz – Sané, Andreasen – Sakai, Kiyotake, Prib – Joselu
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