Eine Krake und ein Dutzend Tore oder wild mit Wundertüte Werder im Ex-Westfalenstadion – Bremen besiegt Borussia vor über 80.000 Zuschauern in Dortmund

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Ein Drachen als Krake steigt in der Luft. Quelle: Pixabay

Dortmund, Deutschland (Weltexpress). Das war wieder ein Pokalspiel nach Maß und mit Spaß. Fußball mit Volldampf, nicht über die ganze Spielzeit, nein, das nicht, denn die Begegnung zwischen dem Tabellenführer der 1. Bundesliga der Männerfußballer, das ist Borussia Dortmund, und dem aktuell Zehnten, Werder Bremen, war von Taktik geprägt. Die der Bremer ging auf. Sie unterbanden das schnelle Angriffsspiel der Dortmunder und machten die Schotten dicht, wie man am Weserdeich so sagt. Und wenn Sie gegen den Ballbesitzfußball der Borussia kamen, dann mit der Stärke eines Orkans. Das war gewaltig, das war wild, das war Werder.

Dass der Ex-Bremer Eric Oelschlägel anstelle von Roman Bürki und Marwin Hitz als Nummer drei das Heimspieltor im Ex-Westfalenstadion hütete, das war kein Nachteil. Oelschlägel hielt gut und seine Elf bis zum Elfmesterschießen im Spiel, auch wenn er den Kopfball von Harnik unglücklich zum 3:3 ins Tor boxte. Dafür rettete er vorher ein ums andere Mal seine Mannschaft.

Jiri Pavlenka, die Krake mit dem W auf dem Trikot (Screenshot Twitter 2019-02-06). Quelle: Twitter

Vorher und für die letzten Minuten in diesem dramatischen Spiel mit einem Dutzend Tore zeigte sich vor allem die ganze Klasse des Bremer Schlussmannes Jiří Pavlenka. Pavlenka parierte zwei Schüsse, Oelschlägel keinen. Pavlenka ist an der Weser gereift und reif für höhere Aufgaben. Wenn der 26-Jährige Tscheche weiterhin so hervorragend hält, dann spielt der 1992 in Hlučín in geborene und 196 cm große Torsteher bald bei einem ganz großen Fußball-Unternehmen in Westeuropa, einem Dauergast in der Champions League genannten Veranstaltung der Klüngel-und-Korruptions-Organisation mit dem Kürzel UEFA.

Und der „Alte Mann“ des Männerfußballs in deutschen Landen? Der Fußball-Rentner mit der Rückennummer vier, der sich in Bremen was dazu verdient, war nicht zu halten. Claudio Pizarro wurde spät eingewechselt, aber dann schoss er zwei Tore und seine wilde Werder-Mannschaft zum Sieg. Mit einer so taktisch klug eingestellten und willensstarken Mannschaft muss in der Bundesliga mehr drin sein als ein Platz zwischen Baum und Borke.

Die Bremer hätten auch dank eines absoluten Führungsspielers wie Max Kruse früher führen können, doch auch ein anderer Ex-Bremer, Thomas Delaney, bekam das Runde nicht ins Eckige. Wenn diese und andere Versuche reingegangen wäre, das Schützenfest in Westfalen wäre höher ausgefallen. Werder Bremen kam laut Statistik auf 15 Torschüsse, von denen sieben aufs Tor gingen, Borussia Dortmund kam nur auf 11, von denen nur vier aufs Tor gingen.

Die Torfolge

90 Minuten plux Nachspielzeit
0:1 Rashica (5.)
1:1 Reus (45.+3)
Verlängerung:
2:1 Pulisic (105.)
2:2 Pizarro (108.)
3:2 Hakimi (112.)
3:3 Harnik (119.)
Elfmeterschießen:
Pavlenka hält gegen Alcácer
3:4 Pizarro
Pavlenka hält gegen Philipp
3:5 Maximilian Eggestein
4:5 Witsel
4:6 Klaassen
5:6 Weigl
5:7 Kruse

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