Olympische Sommerspiele in Tokio wegen Coronavirus-Krise auf 2021 verschoben

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Tokio nachts. Quelle: Pixabay, Foto: David Mark

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Ursprünglich sollten die Olympischen Sommerspiele vom 24. Juli bis zum 9. August 2020 in Tokio stattfinden. Doch aufgrund der Corona-Pandemie, die zur Atemwegserkrankung Covid-19 führt, wurde erst über eine Verschiebung der Sportveranstaltung diskutiert, dann am heutigen Tag entschieden.

Der Druck auf das Internationale Olympische Komitee  (IOC) mit Sitz in Lausanne wurde größer, nachdem „Australien und Kanada … erklärt“ hatten, „in diesem Jahr nicht an Sommerspielen teilzunehmen“, wie „Reuters“ (24.3.2020) mitteilt. Auch aus Norwegen kam schon eine Absage.

Der „Focus“ (24.3.2020) informiert unter der Überschrift „Japans Premier Abe: Olympische Spiele werden auf 2021 verschoben“ darüber, dass „IOC-Präsident Thomas Bach … diesem Vorschlag“, die Olympischen Sommerspiele um ein Jahr zu verschieben, „zu 100 Prozent zugestimmt“ habe. Weiter heißt es: „Wie das IOC mitteilte, ist spätestens der Sommer 2021 angedacht, um die Olympischen Spiele auszutragen. Kurz zuvor hatte es eine Telefonkonferenz zwischen Abe und Bach gegeben, nachdem immer mehr Stimmen von Sportlern und Sportlerinnen laut wurden, die Olympischen Spiele 2020 aufgrund der Corona-Pandemie zu verschieben.“

Das IOC teil unter „OINT STATEMENT FROM THE INTERNATIONAL OLYMPIC COMMITTEE AND THE TOKYO 2020 ORGANISING COMMITTEE“ (24.3.2020) mit, dass „unter den gegenwärtigen Umständen und auf der Grundlage der Informationen, die die WHO heute zur Verfügung gestellt hat, … der IOC-Präsident und der japanische Premierminister zu dem Schluss gekommen“ seien, „dass die Spiele der XXXII. Olympiade in Tokio auf einen Zeitpunkt nach 2020, jedoch nicht später als im Sommer 2021 verschoben werden müssen. Um die Gesundheit der Athleten, aller an den Olympischen Spielen Beteiligten und der internationalen Gemeinschaft zu schützen.“

Bis zum Beginn der Spiele bleibt die olympische Flamme dort, wo sie bereits ist: in Japan.

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) begrüßte den Schritt als „richtig und enorm wichtig“. Er zwitscherte auf Twitter (24.3.2020): „Das ist eine vernünftige Entscheidung.“

Der DOSB (24.3.2020) teilte mit: „Das hilft vor allem den Athleten, indem es den Trainings- und Qualifikationsdruck in dieser schwierigen Phase nimmt.“

Dass „der DOSB … für eine Verschiebung um ein Jahr plädiert“ habe, „was auch als machbarste Alternative gilt“, das steht unter anderem im „Focus“ (24.3.2020). „Eine Verlegung auf 2022 wäre problematisch, da im Februar des Jahres die Olympischen Winterspiele in Peking stattfinden sollen und in den Wochen vor Weihnachten die Fußball-WM 2022 in Katar ausgetragen wird.“

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