Obama und Cameron für weiteren diplomatischen Druck auf Gaddafi-Regime

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„Der Präsident und der Premier haben sich damit einverstanden erklärt, dass die Resolution des UN-Sicherheitsrates  vollständig erfüllt werden soll. In Ergänzung des militärischen Drucks und des Schutzes der Zivilbevölkerung mit Hilfe des NATO-Einsatzes in Libyen ist es nach Meinung der beiden Spitzenpolitiker notwendig, den diplomatischen und ökonomischen Druck auf das Gaddafi-Regime zu verstärken”¦“, heißt es in der Mitteilung.

Das Telefongespräch hat auf Obamas Initiative im Rahmen der regelmäßigen Konsultationen zwischen den Teilnehmern der internationalen Koalition stattgefunden.

In Libyen hatten Mitte Februar Massenproteste begonnen, deren Teilnehmer den Rücktritt des seit mehr als 40 Jahren regierenden Revolutionsführers Muammar Gaddafi forderten. Die Massendemonstrationen arteten in eine bewaffnete Konfrontation zwischen den Regierungskräften und den Aufständischen aus. Die gewalttätigen Auseinandersetzungen kosteten nach Angaben internationaler Organisationen tausenden Menschen das Leben.

Der UN-Sicherheitsrat hatte am 17. März mit einer Resolution eine Flugverbotszone über Libyen angeordnet und damit faktisch grünes Licht für eine ausländische militärische Einmischung in dem nordafrikanischen Land gegeben. Die Militäroperation der internationalen Koalition hatte am 19. März begonnen. Am 31. März übernahm die NATO die Leitung des Einsatzes mit der  Codebezeichnung „Unified Protector“ („Vereinigter Beschützer“). Ziel der Operation ist laut der Allianz, das Waffenembargo gegen Gaddafi, die Flugverbotszone über Libyen und die Maßnahmen zum Schutz der libyschen Zivilbevölkerung zu sichern.

RIA Novosti

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