Neue Entdeckungen von Archäologen in der altägyptischen Totenstadt Sakkara

Sakkara, Totenstadt in Ägypten. Quelle: Pixabay, Foto: DEZALB

Sakkara, Kairo, Ägypten (Weltexpress). Ägypten, das sind nicht nur gute und schlechte Geschichten aus der Gegenwart, sondern auch solche aus der Vergangenheit. Und die Vergangenheit reicht am Nil nicht nur zwischen Khartum und Kairo weit zurück, sehr weit.

Besonders bekannt ist die Geschichte in Ober- und Unterägypten, im alten Ägypten. Wenn man vom alten Ägypten spricht, dann meint man das Land Ägypten im Altertum. Der ägyptische Name lautete Kemet und bedeutet schwarzes Land. Mit Kemet wird das Delta des Nils bezeichnet. Dort leben die Bewohner vom schwarzen Schlamm, von den jährlichen Nilschwemmen, die fruchtbare Ernte garantierten.

Allerdings ist die Zeit, die man unter dem alten Ägypten versteht, eine lange. Sie beginnt in vordynastischen Zeit des vierten Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung und endet 395 nach Christus. Das ist auch das Ende der griechisch-römischen Zeit.

Nun wurden in Sakkara, die als altägyptische Nekropole am westlichen Nilufer gilt und rund 20 km südlich von Kairo im Gouvernement al-Dschiza liegt, rund 50 Sarkophage sowie diverse Schriften, Spiele und Masken in einem Totentempel gefunden. Der neu entdeckte Totentempel in der Totenstadt ist einer von vielen.

In „Frankfurter Allgemeine“ (15.11.2020) wird unter der Überschrift „Dutzende altägyptische Sarkophage entdeckt“ darauf hingewiesen, dass im November 2020 „über 100 ungeöffneten Sarkophagen aus der Spätzeit des Alten Ägypten und der nachfolgenden ptolemäischen Zeit“ gefunden worden seien. Zuvor wurde in „Sächsische“ (22.9.2020) unter dem Titel „2.500 Jahre alte Sarkophage entdeckt“ mitgeteilt, dass in Sakkara „erneut 27 antike Sarkophage gefunden“ worden seien.

Unter dem berühmten Archäologen Zahi Hawass wurden immer wieder Funde in Sakkara gemacht. Laut „Wikipedia“ sei „im März 2005 … bei der Pyramide von König Teti in Sakkara eine Mumie gefunden worden, deren Alter auf 2300 Jahre geschätzt wird. Ihr reich verzierter Sarkophag gilt als einer der schönsten, die je in Ägypten gefunden wurden. Anfang 2009 entdeckte eine Gruppe unter Zahi Hawass eine Grabkammer der 6. Dynastie (ca. 2318–2168 v. Chr.) mit 30 Mumien vermutlich aus der 26. Dynastie (664–525 v. Chr.). Ende 2009 wurden zwei weitere 2500 Jahre alte Gräber aus der 26. Dynastie gefunden. Eines davon ist das bislang größte in der Nekropole gefundene Grab.“

In „Spiegel“ (17.1.2021) wird unter der Überschrift „Unerwarteter Fund – Archäologen entdecken Totentempel und weitere Särge bei Kairo“ darüber informiert, dass „die Ausgrabungen in Sakkara von Sahi Hawass, der als einer der einflussreichsten und kundigsten Archäologen Ägyptens gilt“, angeführt werden würden. „Hawass hat mehrere wichtige Ausgrabungen in dem nordafrikanischen Land geleitet und die Untersuchung von Mumien mit neuen forensischen Methoden vorangetrieben.“

Gut möglich, dass auch diese Entdeckungen Kulturreisen nach Ägypten beflügeln. Nicht nur die Pyramiden von Gizeh lohnen einen Besuch, sondern auch die von Sakkara. In „Wikipedia“ werden gute Gründe für einen Ausflug nach Sakkara genannt: „Neben der Stufenpyramide auch klassische Pyramiden der 5. und 6. Dynastie, Schachtgräber, Galeriegräber bis hin zu Mastabas aus allen altägyptischen Epochen. Des Weiteren gibt es Tierfriedhöfe (Ibisse, Hunde, Katzen, Stiere), zu denen das Serapeum mit den Sarkophagen der Apis-Stiere zu den herausragendsten zählt. Außerdem befinden sich dort mindestens zwei große, rechteckige Einfriedungen, von denen Gisr el-Mudir (Great Enclosure) als ältestes Steinbauwerk Ägyptens gilt.“