Kreditgeschäfte als riesiges Risiko – Deutsche Bank verliert Marktanteile beim Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen

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Hochhäuser der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Quelle: Pixabay, Foto: Sylvester Böhle

Frankfurt am Main, Deutschland (Weltexpress). Dass bei der Deutschen Bank ausgerechnet der „Handel mit Zinsen, Währungen und Anleihen“ brumme, das wird in der „ARD“ (29.4.2020) zu den Quartalszahlen der Deutschen Bank bemerkt. Unter der Überschrift „Deutsche Bank: Ausgerechnet das Investmentbanking“ heißt es, „dass während die Erträge in den meisten Sparten wie im Firmenkunden- und Privatkundengeschäft unverändert blieben oder sogar leicht zurückgingen, sie ausgerechnet im viel gescholtenen Investmentbanking kräftig gestiegen waren, und zwar um 18 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Maßgeblich dafür war die 13-prozentige Steigerung im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen.

Dadurch erzielte die Bank in dieser Sparte ein Vorsteuerergebnis von 622 Millionen Euro, deutlich mehr als im ungleich größeren Firmenkundengeschäft, der Unternehmensbank, wo ein Ergebnis von lediglich 132 Millionen Euro erzielt wurde, bei stagnierenden Einnahmen von 1,3 Milliarden Euro.“

Dennoch verliert die drittklassige Deutsche Bank im Verhältnis zu ihren Konkurrenten, vor allem den erst- und zweitklassigen in den VSA, Marktanteile bei Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen.

So weit, so gut. Richtig ist, was wir im WELTEXPRESS seit Wochen schreiben, dass das Risiko im Kreditgeschäft liegt. Unter dem Titel „Deutsche Bank rüstet sich für erneut schwieriges Jahr“ teilt „Reuters“ (29.4.2020) mit, dass „Ökonomen … wegen der Pandemie eine schwere Rezession und mehr Firmeninsolvenzen“ erwarten würden, „zahlreiche Menschen könnten ihre Jobs verlieren. Das Münchener ifo-Institut warnte am Mittwoch, viele Firmen hielten die Krise nicht lange durch. Die jüngsten Umfragen unter deutschen Unternehmen deuteten auf eine kommende Pleitewelle hin.“

Anmerkungen:

Siehe auch die Artikel „Deutsche Bank gibt einen kleinen Gewinn bekannt“ und „Der Absturz der Deutschen (Industrie) – „Exporterwartungen im freien Fall“, einzige Ausnahme: die Pharmaindustrie“ von Ulf Peter.

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