Kinder, nehmt Eure Eltern an die Hand und dann nix wie hin ins Kino zu den „Fünf Freunden 2“

© Constantin

Beliebt wie eh und je seit 70 Jahren sind die Abenteuer der „Fünf Freunde“, die im englischen Original „The Famous Five“ heißen. Die Fünf waren zeitweise derart berühmt, daß sich ein „Famous Five Club“ gründete, für den wie für mehrere von der Vielschreiberin gegründete Clubs die seit 1953 alle 14 Tage erscheinende Mitgliederzeitschrift „Enid Blyton`s Magazin“ von der Abenteuer-Autorin herausgegeben wurde.

Mit Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts ließ die Gesundheit der Bestsellerautorin Blyton nach und somit ihre Schaffenskraft. Mit 71 Jahren starb sie 1967, doch schon zehn Jahre später wurden viele der 21 Fünf-Freunde-Bücher für eine 26-teilige TV-Serie verfilmt. Ab September 1978 liefen die 30-minütigen Sendungen auch in Deutschland. 1995 erfolgte eine Neuverfilmung.

Nun also „Fünf Freunde 2“ als flotte Fortsetzung der Jugendbuchreihe auch für Schulkinder, die an den ersten Teil, der Anfang 2012 über eine Millionen Zuschauer in die Lichtspielhäuser lockte. Gut möglich, daß der zweite Streich, Constantin Film, die Produzenten Andreas Ulmke-Smeaton und Ewa Karlström von SamFilm und der Regisseur Mike Marzuk ihre Zusammenarbeit weiterführen, wieder mit Preisen ausgezeichnet wird. Für die „Fünf Freunde“ und die vier Schauspieler Valeria Eisenbart als George, Quirin Oettl als Julian, Justus Schlingensiepen als Dick und Neele Marie Nickel als Anne samt Hund, dem Australien Shepherd Coffey als Timmy, gab es unter anderem den Golden Gryphon des Giffoni Film Festivals, den Golden Sprocket Award des Tiff Kids International Filmfestivals in Toronto und den Golden Slipper des 52. Zlin Film Festivals.

Die „Fünf Freunde“ fahren dieses Mal mit dem Rad in die Ferien. Ohne Eltern zieht es die Gang ins Moor. Bei den Gaffelsteinfelsen in der Katzenschlucht lagern sie und erzählen sich in dieser sagenhaften Gegend am nächtlichen Feuer gruselige Geschichten, die der Schwarzen Katze, die hier vor langer Zeit der Legende nach den größ0ten Smaragd der Welt, das Grüne Auge, versteckte. Plötzlich taucht Hardy Kent (gespielt von Kristo Ferkic) auf, ein offensichtlich verwöhnter Adelssproß im Alter der Abenteurer, um am Zelt sein „Touch“(-Telefon) zu zeigen. Am Ende bleibt nur seine Geschäftskarte mit Familienwappen und die Abgase seines Quad. Am nächsten Tag kommt der daheim mit Butler und Roboterhunde hausende Einsame wieder zum Zeltplatz der Fünf, die nach einem nächtlichen Gewitter die Sonne an einem See genießen. Dick darf das Badevergnügen auf dem Quad von Hardy um einen Fahrspaß verlängern und eine Runde drehen.

Was keiner weiß: Die Kleinganoven Max (Stefan Konarske) und Fil (Oliver Korittke) verfolgten Hardy auf seinem Weg in die Katzenschlucht und fangen nun Dick, der die Motorrad-Klamotten samt Helm von Hardy trägt, mit dem Quad ab, um ihn zu entführen. Die Gauner verwechselns Dick mit Hardy, der nun mit den anderen durch Dick und Dünn geht, um Dick zu befreien, die, nachdem Dick nicht zurückkehr, unruhig werden und ihn suchen. Ein Beweisstück am Fundort der Entführung, zu dem Timmy führt, bringt die Spurensucher erst in einen Zirkus mit mysteriösen Menschen, Timmy als Tier und einer Sensation (Achtung: Auto) und dann auf die Burg der Bande, mitten rein ins Eulennest. Die Spannung steigt und Peter Lohmeyer als schaurig-schurkiger Gangsterboss Roockey ein die stimmige wie spaßige Handlung zu den von uns gern gesehenen Gangstern mit Grimassen. Mit Zukneifauge und Knallrevolver steigen Lacher und Laune bei den Kinogängern, Aufregung und Augen beim Besucher wachsen mit den wunderbaren, bestens aus Film und Fernsehen bekannten und brilliant besetzten bösen Buben. Erst wird Dick befreit, dann scheint Timmy tot, doch der Hund lebt, dafür werden die Kinder gejagt und gefangen. In den Höhlen am Gaffensteinfelsen steigt die Gefahr, die Spannung und das Wasser. Der Wettlauf um das Grüne Auge ist am Höhepunkt.

Mit Touch und Quad haben die Autoren Sebastian Wehlings und Peer Klehmet unter Mitwirkung von Regisseur Marzuk eine moderne, aktuelle Fassung des alten Romans „Fünf Freunde in Schwierigkeiten“ von Blyton vorgelegt, der von Anfang an im Abenteuer ist, somit im Saft steht, und dem neue Zutaten wie Zirkus, in dem das große wie gerechte Finale stattfindet, nicht nur sehenswerte Szene an echten, schönen Schauplätzen und nicht im schalen Studio mit Hauruck und Heiterkeit sondern auch eine famose Frische geben, welche die vielfältige Kameraführung von Bernhard Jasper prägnant präsentiert.

Fazit: Kinder, nehmt Eure Eltern an die Hand und dann nix wie hin ins Kino zu den „Fünf Freunden 2“, hinein in einen Abenteuerfilm für die ganze Familie!

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