Kein Feuerwerk der Hells-Angels-Forschung – Annotation

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© Hannibal Verlag

Unter dem reißerischen Titel Blutgeld erschien vor einiger Zeit sein Buch zur Hells-Angels-Problematik in Vancouver. Die Bikergang hat dort ein nettes Auskommen im Bereich des Drogenhandels gefunden. Ein reger Tauschhandel mit Bösewichtern aus den USA, Koks und Zubehör zu allerhand fieser Billigdrogen wechseln in dunkeln Momenten über die Grenze.

Um den schlimmen Fingern Einhalt zu gebieten, versuchte die Polizei mit dem Einsatz von V-Männern, auch Bullenspitzel oder Ratten genannt, dem Problem Herr zu werden.

Michael Plante ist einer davon. Für eine geschätzte Million Dollar sammelte er Beweise gegen die Hells Angels. Von ihm und den Untaten der Rocker berichtet das Buch Blutgeld. In einem eher nüchternen und faktischen Stil rollt Hall die Geschichte auf. Viele Zahlen, Aufzählungen von Straftaten und ähnlicher eher statistischer Kram machen das Buch leider häufig zu einem ermüdenden Erlebnis. Selten nimmt es Fahrt auf und zieht uns in den Bann.

Fazit: Fans und Allesleser der Hells Angels werden es kaufen, wer eine spannende Arbeit, bzw. Neuigkeiten aus dem inneren Zirkel erwartet, wird enttäuscht.

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Blutgeld: Undercover bei den Hells Angels, Neal Hall, 208 Seiten, Hannibal Verlag, Höfen 2012, ISBN-13: 978-3854453970, 19,99 Euro

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