Israel führt Luftkrieg gegen Syrien, jetzt rüstet Russland Syrien auf – Flugabwehrraketensysteme S-300 sollen demnächst geliefert werden

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S-300 im Einsatz.
Eine S-300-Flugabwehrraketenstellung. Quelle: Russisches Verteidigungsministerium

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Das haben sie davon, die Israelis. Beim letzten Bombardement von Zielen in Syrien versteckten sich die Angreifer aus Israel offenbar hinter einem russischen Flugzeug. Mehrfach gaben russische Militärs der israelischen Luftwaffe die Schuld am Abschuss eines russischen Aufklärungsflugzeuges vor der syrischen Küste. Mittlerweile präsentierte das russisches Verteidigungsministerium eine minutiöse Chronologie der Tragödie, bei der 15 russische Soldaten ums Leben kamen.

Israel hätte Russland zudem „irreführende Informationen“ gegeben, so das es den Russen nicht möglich gewesen sein soll, ihr Flugzeug „rechtzeitig in ein sicheres Gebiet zu fliegen“, sagte Armeesprecher Igor Konaschenkow am Sonntag in Moskau.

Die Aufklärungsmaschine, eine Propellermaschine vom Typ IL-20, die über Idlib Daten sammelte, war von einer Rakete des syrischen Luftabwehrsystems S-200 getroffen worden. Die Syrer wehrten einen Angriff von nach russischen Angaben vier F-16-Kampfjets aus Israel auf das syrische Latakia ab.

Heute äußerte sich der Verteidigungsminister der Russischen Föderation, Armeegeneral Sergei Schoigu, zum Geschehen. „Die israelischen Piloten, die in voller Kenntnis der Luftverkehrslage waren, missbrauchten das russische Flugzeug als Deckung, was zu dessen Abschuss und dem Tod von 15 unserer Soldaten führte“, erklärte er in Moskau.

Die Russen beklagen längst lautstark, dass die Israelis die Iljuschin „als Schutzschild gegen die Luftabwehrraketen benutzt“ hätten.

Damit das nicht noch einmal passiert, will Moskau Damaskus jetzt mit modernen S-300 ausstatten. Das Flugabwehrsystem S-300 kann die Flugzeuge von Freund und Feind nämlich identifizieren und also auseinanderhalten.

Nach Schoigus Worten habe Israel Russland gezwungen, „angemessene Abwehrmaßnahmen zu ergreifen. Diese zielen darauf ab, die Sicherheit des russischen Militärpersonals bei der Durchführung seiner Aufgaben zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus in Syrien zu erhöhen.“

Sergei Schoigu erklärte laut „RT Deutsch“ (24.9.2018): „Gemäß dem Beschluss des Präsidenten des Russischen Föderation wird das Verteidigungsministerium folgende Maßnahmen ergreifen, um die Kampfkraft der syrischen Luftabwehr zu verbessern: Die syrischen Streitkräfte erhalten innerhalb von zwei Wochen das moderne S-300-Boden-Luft-Raketensystem. Es ist in der Lage, Luftangriffe bei Reichweiten von mehr als 250 Kilometern abzufangen und gleichzeitig mehrere Luftziele zu bekämpfen. Mit hoher Immunität gegen Störsignale und hoher Feuerrate wird der Komplex die Kampffähigkeiten der syrischen Luftverteidigung erheblich stärken.“

Zudem betonte Schoigu, dass Russland „auf Antrag der israelischen Seite im Jahr 2013 die Lieferung der S-300 nach Syrien ausgesetzt hatten, obwohl die syrischen Truppen bereits an diesem System ausgebildet wurden. Heute hat sich die Situation geändert, und das war nicht unsere Schuld.“

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