Heinz Hermann Thiele, Ankeraktionär der DLH AG in spe, und der Sanierungsfall Lufthansa

Die Boeing 747-230 Schleswig-Holstein der Marke Lufthansa. Quelle: Pixabay, Foto: Michael Schwarzenberger

Frankfurt am Main, Deutschland (Weltexpress). Dass die Lufthansa beziehungsweise die Deutsche Lufthansa AG ein Sanierungsfall ist, das wird nicht bezweifelt, aber über die Art und Weise der Sanierung und letztendlich auch die Dauer gestritten.

Heinz Hermann Thiele, der neuerdings als Lufthansa-Großaktionär gilt, äußerte sich gegenüber einem oder mehreren Journalisten der Springer-Presse. In „Bild am Sonntag“ (28.6.2020) wird Thiele mit den Worten „Die Sanierung wird nach meiner Einschätzung fünf bis sechs Jahre dauern“ zitiert.

Dass „das … für alle Beteiligten ein schmerzhafter Weg“ werde, das wusste der Mann anzumerken, „wie schmerzhaft, das kann heute keiner sagen“.

Klar formulierte Thiele, was die Mitglieder der Merkel-Regierung der Altparteien CDU, CSU und SPD verschwiegen. Sie wollen wiedergewählt werden und schenken nicht reinen Wein ein, sondern streuen den doofen Deutschen in der BRD noch mehr Sand in die Augen. Immerhin offenbarten diese Christen und Sozen, dass der BRD-Staat der des Kapitals ist.

Unternehmer- und Geldkapitalist Thiele stellte jedoch klar: „Aufgrund der umfangreichen Kredite, die verzinst und getilgt werden müssen, reichen Personal- und Sachkostenreduzierung nicht aus. Es müssen auch Beteiligungen von Tochtergesellschaften auf den Prüfstand. Man muss sich alles anschauen, was nicht für den absoluten Kernbetrieb für die nächsten Jahre erforderlich ist, wie zum Beispiel das Catering-Geschäft in Europa oder Teile der Lufthansa-Technik.“

Weder weiß man, wohin der Flug der DLH geht, noch der von Thiele. Er könne sich vorstellen, sich „als Ankeraktionär um ein Aufsichtsratsmandat zu bemühen“, das er allerdings nicht persönlich wahrnehmen müsse. Aha.

Zur WELTEXPRESS-Newsletter-Anmeldung