Große Sonntagsdemonstration gegen Lukaschenko in Minsk, auch Proteste gegen die Regierung und das Regime in anderen Städten in Weißrussland

Eine Ansicht von Minsk, Weißrussland. Quelle: Pixabay, Foto: Zdeněk Fekar

Minsk, Weißrussland (Weltexpress). Auch heute soll wieder eine große Sonntagsdemonstration gegen Lukaschenko in Minsk mit Kundgebung veranstaltet werden. Seit der letzten Präsidentenwahl am 9. August 2020 kommt es täglich zu Proteste, viele kleine, aber auch immer wieder große.

Die weißussische Opposition kündigte an, dass jene gefunden würden, die für die Todesfälle, Hunderten Verletzten und Tausenden Festnahmen verantwortlich seien. Das Innenministerium in Minsk teilte mit, die Verantwortlichen für das Datenleck würden gefunden und bestraft.

Unter der Überschrift „Proteste – Weißrussland rüstet sich für große Sonntagsdemonstration gegen Lukaschenko“ wird erstens mitgeteilt, dass „bei dem traditionellen Frauenprotest am Samstag … nach Angaben des Innenministeriums mehr als 400 Demonstrantinnen vorläufig festgenommen worden“ seien. „385 von ihnen waren demnach am Sonntag wieder auf freiem Fuß, wie das Ministerium mitteilte.“

Zweitens wird über Sicherheitsmaßnahmen in Minsk am Sonntagmorgen berichtet und drittens darüber, dass in „Telegram … Portal Nexta Live … eine Liste mit Namen und Geburtsdaten von etwa 1000 Angehörigen der Sicherheitsorgane, die gewaltsam gegen friedliche Demonstranten vorgehen“, veröffentlicht habe. Die Lister stamme von einer „Hackergruppe“ namens „Cyber-Partisanen“. Dazu heißt es: „Die weißussische Opposition kündigte an, dass jene gefunden würden, die für die Todesfälle, Hunderten Verletzten und Tausenden Festnahmen verantwortlich seien. Das Innenministerium in Minsk teilte mit, die Verantwortlichen für das Datenleck würden gefunden und bestraft.“

Das bei den „Frauenprotesten“ am Samstag Sicherheitskräfte „rabiat“ vorgegangen seien, das wird auch in der „Tagesschau“ (19.9.2020) der ARD erwähnt. Unter dem Titel „Festnahmen bei Protest in Belarus – ‚Wir vergessen nicht, wir vergeben nicht'“ wird mitgeteilt, dass „nach Angaben des Bürgerrechtsportal spring96.org … mehr als 300″ Personen festgenommen worden seien. Ferner heißt es: „Rund 2000 Frauen hatten am Protestzug unter dem Titel „Glitzermarsch“ teilgenommen und trugen die rot-weißen Fahnen der Protestbewegung sowie glitzernde Accessoires. „Wir vergessen nicht! Wir vergeben nicht“ und  „Lukaschenko, in den Gefangenentransporter“, skandierten die Demonstrantinnen am zentralen Komarowski-Markt. An mehreren Stellen standen Gefangenentransporter bereit. Autofahrer hupten den Frauen solidarisch zu.“

Auch heute wird wieder gehupt, aber nicht nur.

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