Grizzlys gehen am Mittellandkanal gegen bärenstarke Panther aus Ingolstadt baden

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Felix Brückmann von den Grizzlys Wolfsburg und Matt Bailey vom ERC Ingolstadt während des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den ERC Ingolstadt am 10.1.2020 in Wolfsburg. © 2020, Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH, Foto: Mathias Renner

Wolfsburg, Deutschland (Weltexpress). Am Freitag traten die Panther des ERC Ingolstadt bei den Grizzlys in Wolfsburg an. Panther-Cheftrainer Doug Shedden erklärte die Begegnung am Mittellandkanal zum Sechs-Punkte-Spiel. Dass es am Ende dort, wo die Aller am Mittellandkanal einen großen Bogen macht, nur drei wurden, das liegt an der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Mehr als drei Punkte werden für einen Sieg nicht vergeben.

Die Gäste aus der einen Autostadt legten in der anderen vor 2.743 Zuschauern mächtig gewaltig los. Weil Anthony Rech auf die Strafbank musste (3.), konnte Kristopher „Kris“ Foucault nach Vorarbeit von Maurice Edwards und Wayne Simpson zum 0:1 einschießen (3.). Das 0:2 steuerte Matthew Bailey bei.

Nach der ersten Drittelpause macht Bailey dort weiter, wo er im Anfangsdrittel aufgehört hatte. Er traf zum 0:3 (24.). Panther Darin Olver und Grizzly Fabio Pfohl dezimierten ihre Reihen. David Elsner störte sich nicht daran und erhöhte auf 0:4 (29).

Als Grizzly Christoph Höhenleitner auf der Strafbank hockte (33.), nutzte das Überzahlspiel der Gäste Maurice Edwards fürs 0:5 (33.). Brett Findlay setzten mit seinem Treffern noch einen drauf (35.). Das 0:6 gestaltete Marius Möchel für die Gastgeber etwas schmeichelhafter. Er erzielte das Tor des Tages auf Sicht der Wolfsburger Grizzlys. Das 1:6 fiel in der 36. Spielminute.

Für das Abschlussdrittel schickte Grizzlys-Cheftrainer Pat Cortina für Starttorhüter Felix Brückmann den Kanadier Chet Pickard aufs Eis. Der fing sich nur einen Treffer und zwar den von Elsner, der mit einem Schlagschuss von der blauen Linie neun Sekunden vor Toreschluss den Endstand herstellte (60.). Damit waren der Landshuter Elsner und der Kanadier Bailey die Doppeltorschützen des Tages.

Dass im letzten Drittel die Oberbayern keine weiteren Tore mehr erzielten, das lag vor allem daran, dass sie offensichtlich einen Gang runterschalteten.

Übrigens gaben beide Mannschaften ähnliche viele Schüsse ab. Laut DEL 53 die Hausherren und 49 die Gäste, aufs Ingolstädter Tor gingen 30, aufs Wolfsburger 29. Auch die Strafminuten fielen verhältnismäßig aus. 10 Minuten mussten Grizzlys absitzen, 12 Panther. Die Grizzlys gewannen deutlich mehr Bullys, nämlich 38, die Panther nur 27. Aber die Schwarze-Katze-Spieler trafen sieben Mal ins Tor und darauf kommt es an.

Und weil die auch ERC genannte Mannschaft als derzeit Sechste der DEL mit 58 Punkten aus 36 Spielen unter den besten sechs Mannschaften bleiben und sich direkt für die Playoffs qualifizieren möchte, wollen die Panther am Sonntag wieder gewinnen. Dieses Mal gegen die Düsseldorfer EG. Das wird wohl wieder so ein Sechs-Punkte-Spiel!

Die Grizzlys bleiben im Kampf um einen Pre-Playoff-Platz als Neunter mit 49 Punkten aus 36 Spielen in aussichtsreicher Position, müssen allerdings am Sonntag beim Meister in Mannheim antreten. Die Adler halten noch den zweiten Platz der DEL-Tabelle mit 72 Punkten aus 36 Spielen vor den Tigern aus Straubing mit 70 Punkten nach 36 Spielen.

Souverän thronen die Roten Bullen aus München mit 81 Punkten aus 36 Spielen auf dem ersten Platz. Der Erste und mit Abstand die beiden Verfolger ragen in dieser DEL-Saison heraus. Der Rest vom Schützenfest rangiert mehr oder weniger zwischen Baum und Borke.

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