Gewaltiger Einbruch der Volkswirtschaft der VR China

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Volksrepublik China
Die Flagge der Volksrepublik China. Quelle: Pixabay

Peking, VR China; Frankfurt am Main, Deutschland (Weltexpress). Wenn das Statistikamt in Peking etwas bekannt gibt, dann dürfte das mit der Führung der Partei, also der Kommunistische Partei der Volksrepublik China, deren absolute Führungsanspruch über den Staat in der Verfassung festgeschrieben ist und nicht angetastet werden darf, abgestimmt sein. Daher ist alles, was der Staat der Partei, der sich zum Staat des Kapitals wandelt, mit entsprechender An- und Vorsicht zu genießen.

In „Finanz und Wirtschaft“ (17.4.2020) wird unter der Überschrift „Historischer Einbruch von Chinas Wirtschaft“ mitgeteilt, dass „Chinas Bruttoinlandprodukt (BIP) … im ersten Quartal 2020 gegenüber der Vorjahresperiode 6,8% geschrumpft“ sei. „Das ist der grösste Rückgang seit das BIP vor 28 Jahren erstmals vierteljährlich vom Nationalen Statistischen Büros erfasst wurde.“

Dass das nicht nur am Wuhan-Virus liege, darüber wird auch informiert. Die VR China „leidet auch unter der seit beinahe zwei Jahren anhaltenden schwächeren externen Nachfrage unter anderem infolge von Handelsstreitigkeiten“. Auf den Wirtschaftskrieg mit den VSA wird jedoch nicht eingegangen, dafür auf die „unzuverlässigen“ Zahlen. „Wie immer sind offizielle chinesische Statistiken mit Vorsicht zu geniessen. Es gab wiederholt Fälle, dass gerade  Provinzregierungen übertrieben Wachstumsraten an das Nationale Statische Büro lieferten.“

In „DW“ (17.4.2020) wird unter dem Titel „Chinas Wirtschaft bricht massiv ein“ mitgeteilt, dass „viele Experten bezweifeln“ würden, „dass das Vorkrisen-Niveau rasch wieder erreicht“ werden könne. „‚Eine schnelle Erholung der chinesischen Wirtschaft im zweiten Quartal ist in Anbetracht der aktuellen Lage nicht zu erwarten‘, sagt etwa Max Zenglein vom China-Institut Merics in Berlin. Die Auswirkungen der fallenden globalen Nachfrage werde das Land erst in den kommenden Wochen voll zu spüren bekommen.“

Dass die Führung der Kommunistischen Partei und des Staates den „Geldhahn“ der Zentralbank hat öffnen lassen für Kapitalgesellschaften, das ist wohl wahr, aber es fließt weniger als in Nordamerika (VSA) oder Westeuropa (EU).

Die Zeit der gewaltigen Rekorde beim VR-chinesischen BIP, die nach 1978, als die Führung der KPCh sich für ein kapitalistisches System entschied, zu vermelden waren, dürften der Vergangenheit angehören. Die VR China dürfte zwar die größte Volkswirtschaft der Welt werden, aber die Handelskriege dürfte nicht weniger werden, sondern mehr.

Künftig wird sich die VR China wohl auch an Stellvertreterkriegen beteiligten und wie die VSA die Interessen ihrer Kapitalgesellschaften militärisch sichern.

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