Geplante EU-Abgasnorm führt zu Streit unter den Autoherstellern – Bundesdeutsche Premiumanbieter wollen geringere Anforderungen – Intervention des VDA bei der EU-Kommission

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Die derzeitigen CO2-Normen der EU besagen, daß die Flotten der Autohersteller durchschnittlich 130 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer (g/km) bis 2015 nicht überschreiten dürfen. Bei der Berechnung der Formel wurde 2008 ein Kompromiß zwischen Volumen- und Premiumherstellern gefunden, wonach auch das Gewicht der Fahrzeuge berücksichtigt wird. Das kommt den großen Automodellen zugute.

Die neue Regelung der EU zielt auf einen durchschnittlichen CO2-Wert von 95 g/km CO2 und soll für die Premiumhersteller genauso gelten wie für die Volumenproduzenten. Der VDA kritisiert das als „besonders hohe Anforderungen an die deutsche Industrie“. An die Hersteller von Premiumfahrzeugen würden damit unverhältnismäßige Maßstäbe gesetzt, so der VDA. Diese könnten von Fahrzeugen wie dem Audi A8, der 7er-Reihe von BMW und der S-Klasse von Mercedes nicht erfüllt werden.

Dagegen sehen Volumenhersteller wie Fiat, PSA Peugeot-Citroën und Opel in der bisherigen Kompromißformel eine Benachteiligung, zumal ihre Forschungsbudgets durch die Krise besonders gelitten hätten. Auf der anderen Seiten müßten die Hersteller großer Fahrzeuge hohe Milliardenbeträge investieren, um die neuen Vorgaben zu erreichen.

Der VDA hat nun eine Eingabe bei der EU-Kommission eingereicht, um die, wie er es sieht, Benachteiligung der Premiumproduzenten zu verhindern.

kb

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