EU-Staaten als Vasallen der Vereinigten Staaten von Amerika oder alle gegen einen, alle gegen den Iran?

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Kriegsflugzeuge des Iran am Himmel. Quelle: Wikipedia_Shahram_Sharifi, gemeinfrei

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Ein Vasall ist nichts weiter als ein Knecht, ein gemeiner Knecht, der sich freiwillig in den Dienst eines Herrn gestellt hat. Dass die Deutschen, in den drei westlichen Zonen sowie die Deutschen in den besetzen Gebieten westlich des Eisernen Vorhangs sich nach 1945 nicht in freiwilliger Knechtschaft ins Gefolge der Vereinigten Staaten von Amerika (VSA) eingereiht haben, das muss nicht noch erwähnt werden. Doch bis heute haben sich die Regierungen der Staatsgebilde, die noch vom Deutschen Reich übrig geblieben sind, nicht von den VSA befreit.

Das fällt besonders dann auf, wenn die Reihen geschlossen werden sollen und die Streitkräfte der VSA in besondere Kriege ziehen. Kleinkriege führen sie in penetranter Permanenz. Dass die VSA gefährlich nah an einem Krieg mit dem Iran sind, auch das muss nicht noch erwähnt werden. Kürzlich stand die Bombardierung von bestimmten Ziele im Iran bevor, die quasi fünf Minuten vor Zwölf durch Donald Trump als Oberbefehlshaber abgesagt wurde wie eine Party.

Trump ließ Vergeltungsaktionen planen und scheint immer noch auf einen echten Krieg gegen den Iran aus, aber, wie es aus dem Weißen Haus heißt, ohne Bodentruppen. Während „hochrangige Diplomaten … bei einem Treffen in Wien einen neuen Versuch gestartet“ haben, wies es im „Merkur“ (28.6.2019) heißt, um „das Atom-Abkommen mit dem Iran noch zu retten“, halten sich die VSA von diesem Treffen fern. Nur „Spitzenbeamte aus Deutschland, Russland, Großbritannien, Frankreich, China und der EU“ kamen „mit Irans Vizeaußenminister Abbas Araghchi zusammen“.

Doch was im „Merkur“ und vielen anderen Medien nicht steht, das schreibt Sevim Dagdelen (Die Linke) In ihrer Pressemitteilung vom 28.6.2019 teilt sie mit, dass sich „die Bundesregierung … in der Bringschuld, die Verpflichtungen des internationalen Atomabkommens zu erfüllen und zusammen mit der EU den Handel mit Iran gegen das US-Sanktionsregime aufrechtzuerhalten“ befinde.

Dagdelen weiter: „Es ist ein Armutszeugnis für die Bundesregierung, dass sie es gemeinsam mit der EU entgegen aller Versprechungen bisher nicht geschafft hat, mit einer Zweckgesellschaft die US-Sanktionen gegen den Iran nach dem Bruch des Atomabkommens durch US-Präsident Donald Trump zu umgehen. Es ist zutiefst unglaubwürdig, vom Iran die Erfüllung des Atomabkommens zu verlangen, aber zugleich den Teil, den USA und Europäer zugesagt haben, nicht einhalten zu können. Die Bundesregierung verhält sich hier wie ein Erfüllungsgehilfe Trumps.“

Richtig, die Merkel-Regierung und die sie stützenden Abgeordneten, Mitglieder und Mandatsträger der Altparteien CDU, CSU und SPD, sowie andere Vasallenstaaten haben sich längst dem Handelskrieg, den Washington gegen Teheran führen lässt, angeschlossen, weil auch der Industrie mit Sitz in der BRD das Hemd näher ist als der Rock.

Im Grunde gibt es keinen Grund für eine Regierung des Iran, ganz gleich welche, sich an den Atomdeal zu halten, der längst gebrochen wurden, aber eben nicht vom Iran, was auch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) immer wieder bestätigte. Immer wieder haben Kontrolleure der IAEO kontrolliert wie in keinem anderen Staat und immer bestätigt, dass der Iran alle Vorgaben des Atomabkommens erfülle. Alle.

Dabei fährt die Saud-Dynastie rund um Riad ihr Atomprogramm hoch und zwar mit massiver Unterstützung der VSA. Dass die Iraner besorgt sind, das ist verständlich. Saudi-Arabien ist drauf und dran, ein nuklearer Schwellenstaat zu werden. Die Saud-Dynastie wird Uran und Plutonium anreichern können. Dass das ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung eigener Atomwaffen ist, das muss nicht noch erwähnt werden.

Wenn Israel, Pakistan und Saudi-Arabien Atomwaffen haben, dann werden die Iraner das auch wollen, und zwar um jeden Preis.

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