Erst spanisches Pressing, dann Eiserne Tore – Stürmer Anthony Ujah ist wieder fit

Anthony Ujah. © Foto: Hans-Peter Becker

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Die Eisernen blieben vor 15 000 Zuschauern in der „Alten Försterei“ auch im fünften und letzten Testspiel am Sonnabend ungeschlagen. Der spanische Erstligist von Athletic Bilbao wurde nach herrlichen Toren von Genik Haraguchi (74.) und Timo Baumgartl (81.) mit 2:1 besiegt. Das Tor für die Basken hatte Alejandro Berenguer (31.) geschossen.

Ein bisschen kamen wir uns bei den Eisernen allerdings vor wie bei Hütchenspielern. Die Zuschauer wussten nicht, wen Unions Trainer Urs Fischer aus dem Hut zaubert. Von der Startelf durfte nicht ein einziger Kicker durchspielen. Es bleibt auch irgendwie im Raum stehen, welche Elf besser spielte; die in der ersten oder die in der zweiten Halbzeit. Auf alle Fälle schossen die Männer in der zweiten Hälfte den Sieg heraus.

Immerhin erklärte Fischer danach: „Bilbao hat hoch gepresst. Aber es war schön, wie die Mannschaft nach einer schweren ersten Halbzeit nach dem Wechsel zurück gekommen ist.“ Der Eisernen-Coach wähnt sich eine Woche vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen Türkgücü München keineswegs in Sicherheit: „Ich habe heute viele gute Dinge gesehen. Es ist aber nicht so einfach, zwölf Spieler innerhalb von fünf Wochen in die Mannschaft zu integrieren. Wir haben vor allem bei Spiel mit dem Ball noch Luft nach oben. Bis nächsten Sonntag haben wir noch eine Woche Zeit, um uns weiter zu festigen.“ Die Olympiarückkehrer Max Kruse und Cedric Teuchert klagen nach Tokio über keine Blessuren. Darüber freut sich der Trainer: „Sie sind bei guter Stimmung und steigen am Dienstag wieder ins Training ein.“

Mit riesigem Beifall empfingen die Fans in der „Alten Försterei“ Stürmer Anthony Ujah. Der Nigerianer plagte sich ein ganzes Jahr mit Verletzungen. Jetzt ist er wieder fit und kämpft um einen Stammplatz bei den Eisernen. Was nicht einfach wird, denn Trainer Fischer hat beobachtet: „Die Qualität im Training war hoch. Es herrscht ein gewisser Konkurrenzkampf. Es sieht alles gut aus, obwohl noch nicht alle Spieler voll fit sind.“

Noch sind zwei Wochen Zeit, ehe Leverkusen zum Bundesliga-Auftakt in der Wuhlheide auftaucht.