Ein einfach Herz liebt auch”¦ – Eine andere Meinung zu „Salami Aleikum“ von Ali Samadi Ahadi

Filmszene aus Salami Aleikum

Frankfurt am Main (Weltexpress) – Also, uns hat’s einfach gefallen. Gerade wegen der Einfachheit. Kann schon sein, daß wir uns bei einem deutschen Regisseur schwerer getan hätten und mehr Intellektualität eingefordert hätten. Wegen der Vorurteile. Denen über Türken/Araber/Iraner und Deutsche. Aber so finden wir, daß der Begriff „Vorurteil“ halt von „Urteil“ kommt und halten das eher für „Nachurteile“, was im Film manchmal etwas buntgemalt und dickgestrickt daherkommt und auch Fragen offenläßt. Aber wenn man aus ganzem Herz lachen kann, weil das Zusammentreffen von Ost (Iran) trifft West (Deutschland) und West (iranischer schmächtiger Jungunternehmer aus der Stadt Köln) trifft Ost (große blonde deutsche Schrankfrau vom Land) die gängigen Konstellationen so über den Haufen wirft, daß daraus mehr als Situationskomik entsteht, dann muß man sein eigenes Lachen ernst nehmen. Uns ging es oft richtig ans Herz, was Ali Samadi Ahadi in seinem ersten Spielfilm an Bildern und Sprüchen für die Widersprüche des Lebens zu bieten hatte, nachdem er mit seinem Dokumentarfilm „Lost Children“ den Deutschen Filmpreis 2006 gewann.

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