Die Zeichen stehen auf Grün – Die Internationale Grüne Woche findet vom 15. bis 24. Januar zum 75. Mal in Berlin statt

 

Mittlerweile sind nur noch knapp über ein Viertel der Messegäste Fachbesucher. Auf den 115.000 m ² Fläche drängen sich vor allem Familien und Privatbesucher um die Stände, Nutztiergehege und Schauobjekte. Nur die politischen und wirtschaftlichen Podiumsdiskussionen ziehen unverändert vorrangig Fachpublikum an. Ihren Namen „Grüne Woche“ hat die zum jährlichen Großereignis und Besuchermagneten gewachsene Veranstaltung von der meist grünen Kleidung der Landwirte, die Anfang des 19. Jahrhunderts während der Messetage Berlins Straßenbild prägte. Dabei fing die Internationale Grüne Woche nüchtern als Wintertagung der deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft betitelt an. Damals diente die Internationale Grüne Woche ausschließlich der Präsentation landwirtschaftlicher Erzeugnisse. 1926 wurde die traditionelle Veranstaltung erstmals mit einer landwirtschaftlichen Ausstellung verbunden. Ziel war es, den Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse an die Tagungsbesucher zu fördern und in geordnete Form zu bringen und den „wilden Handel“, welcher während der Messe mit Agrarprodukten betrieben wurde, einzudämmen. In den 26 Hallen des Messegeländes, welches sich seit Begründung der Grünen Woche am Kaiserdamm befindet, nehmen mittlerweile Verkaufs- und Essensstände den größten Raum ein.

„Landwirtschaftlich“ wird heute in den Hallen überaus frei interpretiert. Nach der Feldarbeit entspannt sich ein Landwirt anscheinend in der geräumigen finnischen Sauna oder lehnt sich im Whirlpool mit einem Glas teuren Cognac zurück. Nachts schützt ihn ein handgefertigter Traumfänger und der Heiledelstein unter dem Kirschkern gefüllten Entspannungskopfkissen vor Alpträumen über die Krise deutscher Landwirtschaftsbetriebe. Die Rezession ist auch an der Internationalen Grünen Woche nicht spurlos vorüber gegangen. Im letzten Jahr war das Angebot an Gratisprodukten und Proben deutlich zurückgegangen. Der Schwerpunkt an vielen Ständen lag auf gezielten Verkaufsgesprächen – offenbar erfolgreichen, denn jeder Gast ließ im Schnitt 101 Euro auf der Messe, 2 Euro weniger als im Vorjahr. Der auf der Internationalen Grünen Woche erzielte Umsatz blieb jedoch in den Vorjahren stabil. 2009 konnten die Aussteller einen Gesamtumsatz von 41 Millionen Euro verbuchen.

Internationale Grüne Woche

Ort: Messegelände am Funkturm

Telefon: +49 (0)30 30 69 69 69
Fax: +49 (0)30 30 69 69 30
E-Mail: kartenservice@mb-capital-services.de

15.- 24. Januar, tägl. 10.00 – 18.00 Uhr

Sa. u. So.: 10.00 – 20.00 Uhr

Langer Freitag: 22. Januar von 10.00 – 20.00 Uhr

www.messe-berlin.de

www.gruenewoche.de

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