Die Wahl zum Parlament von Moldawien ist eine Farce und wird von massiver Manipulation und einem großen Boykott begleitet

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Den zweiten Platz belegt die Liberaldemokratische Partei von Ex-Premier Vlad Filat. Sie erhält vorläufig 19,29 Prozent der Stimmen.

Filat plädierte für die Fortsetzung des europäischen Kurses plädiert. „Wir haben eine sehr schwere Prüfung hinter uns gebracht. Moldawien muss auch weiterhin ein unabhängiges Land bleiben und seinen europäischen Weg fortsetzen“, so Filat.

Die Kommunisten unter Führung von Ex-Staatschef Vladimir Voronin kommen auf 17,84 Prozent.

Die Demokratische Partei von Marian Lupu vereinigt 16,03 Prozent der Wählerstimmen auf sich. Auch die Liberale Partei schafft mit 8,85 Prozent den Sprung über die 6-Prozent-Hürde.

Das Parlament Moldawiens wird für vier Jahre in allgemeiner und freier Wahl gewählt. Der Hauptkampf spielt sich zwischen der Pro-EU-Allianz (den Liberaldemokraten, den Demokraten und den Liberalen) und den linksorientieren Oppositionsparteien (den Kommunisten und den Sozialisten) ab, die sich für eine eurasische Integration einsetzen.

Die Pro-EU-Parteien stehen somit vor einem knappen Wahlsieg. Dieser kommt zustande, weil die Partei Patria wegen illegaler Finanzen das eurasische Lager, das auch als prorussische Lager bezeichnet wird, von der Wahl ausgeschlossen wurde. Doch welche Partei in Moldawien wird nicht illegal finanziert?

Die Patria galt bei der Parlamentswahl als aussichtsreiche Partei und hätte als unabhängig zu bezeichnenden Umfragen zufolge mit bis zu 15 Prozent der Stimmen rechnen können. Anders gesagt: Das Ergebnis dieser Parlamentswahl wurde massiv verfälscht.

Der wahre Grund für das Verbot dürfte in dem Umstand zu suchen sein, dass die Patria pro-russisch ist. Im Juli untersagte Russland den Obst- und Gemüseimport aus Moldawien, was diesem Land große Probleme bereitete. Am 31. August führte Russland Importzölle auf moldawische Waren ein. Moldawien hatte bis dahin 90 Prozent seiner Agrarerzeugnisse gerade nach Russland exportiert. Die Regierung unter Chef Iurie Leanca in Chisinau, die in die EU und NATO will, rächte sich an der Patria.

Zur Manipulation der Wahlen kommt der Umstand, dass im von Moldawien abtrünnigen Landesteil Transnistrien die Wahlen boykottiert wurden.

Massive Wahlmanipulationen und gigantischer Wahlboykott führen zu einer Wahlbeteiligung von nur 56 Prozent der Wahlberechtigten. Diese Wahl in Moldawien, in dem die Korruption blüht, ist eine Farce.

Mit Material von RIA Novosti

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