Der Doktor und das liebe Israel oder Der größte Lump im ganzen Land

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Zensur statt Kultur - Dr. Lederer als Krisensymptom der Linken
"Zensur statt Kultur - Dr. Lederer als Krisensymptom der Linken" von Rainer Rupp. Quelle: RT Deutsch, Screenshot vom 12.12.2017

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Doktor Klaus Lederer scheint Israel zu lieben. Wer das kann, der darf das, möchte man meinen, während wir unsere Frauen und Männer lieben – morgens, mittags, abends und dazwischen auch, was wahrlich nicht nur kognitive Kondition verlangt, sondern ein Knochenjob ist.

Genau so häufig ist offenbarer der zum Hauptzensor im kulturellen Überbau der Hauptstadt hochgekletterte Lederer unterwegs – gut unterrichtete Kreise behaupten: „auch nachts“ -, damit die Seinen ruhig schlafen können in Berlin und Jerusalem.

Lederer wacht wie ein Hund, den man wie einen Menschen behandelt, und bellt sobald jemand Israel beleidigt. Er hütet das tapfere kleine Eretz Israel vor der großen antisemitischen Welt drumherum. Wenn jemand Wahrheit und Klarheit in Überstimmung und unters Volk bringt, dann knurrt der Köter. Wer wie Stefan Pribnow damals im Politmagazin Kalaschnikow und heute im Weltexpress oder wie Ken Jebsen in KenFM beispielsweise über BDS berichtet, der gerät ins Fadenkreuz des Little Gernegroß von der Oder, der auf Feliks Dzierzynski von der Spree zu machen scheint.

BDS

BDS? Das bedeutet Boykott, Divestment und Sanktionen. Und die BDS-Kampagne? Das ist eine weltweite Bewegung, um Israel wegen seiner 50 Jahre langen Unterwerfung des palästinensischen Volkes zu boykottieren. Zur Wahrheit gehört auch, dass BDS im Grunde eine Geste und ansonsten bedeutungslos ist. Den nach Profit Strebenden in Israel fügen die Boykotteure keinen ernst zu nehmenden und der Erwähnung werten wirtschaftlichen Schaden zu. Das ist klar.

Erwähnt werden muss aber, dass zwischen israelischen Waren und denen aus den Siedlungen in den besetzten Gebieten unterscheiden werden darf. Wenn ein Journalist auch ein Politiker ist – und das ist Pribnow -, dann wundert es wenig, dass er sich dafür ausspricht, die Herkunft von Produkten nicht zu verheimlichen, damit diejenigen, die Produkte aus den Siedlungen boykottieren können, das auch können – vice versa darf und kann Lederer alle Produkte aus dem Hause Pribnow oder Jebsen boykottieren. Wie es ihm gefällt.

Boykott ist ein absolut legitimes Mittel eines Beleidigten, Belogenen und Betrogenen oder eines ganzen beleidigten, belogenen und betrogenen Volkes in einem politischen Kampf, so wie Millionen Israelis Restaurants, die nicht koscher sind, boykottieren. Bei denen scheint allerdings wie bei Lederer die Forderung nach der Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes, die die Forderung seines wirklichen Glücks ist, noch nicht angekommen zu sein (freu` sich, wer`s kennt). So viel dazu am Rande dieses Beitrags.

Ist der Doktor ein Denunziant?

Von Aufklärung will Doktor Lederer nichts wissen. „Boykott ist widerlich und entsetzt mich“, sagte laut Berliner Morgenpost (15.8.2017) Lederer, der auf andere aus niederen Beweggründen nicht nur mit dem Finger zeigt. Rainer Rupp vermutet in RT Deutsch unter dem Titel „Zensur statt Kultur – Dr. Lederer als Krisensymptom der Linken“ (12.12.2017), dass „Lederer trotz seines Doktortitels der Jurisprudenz dümmer“ sei „als man glaubt“.

Rupp könnte richtig liegen, doch vermutlich weiß Lederer wohl, was er tut. Die einfachste Art die BDS-Befürworter zu bannen, zu diffamieren und zu ächten, ist sie erst alle über einen Kamm zu scheren und sie dann des Antisemitismus zu denunzieren. Damit wird jede Diskussion, besonders in Deutschland, beendet. Das ist nicht dumm, das ist dreist.

Und das hat Methode. Eine Methode, mit der Lederer und Konsorten auch vor dem eigenen Laden namens Die Linke nicht halt machen. Morgens, mittags, abends und dazwischen auch.

Vergleich: Dokumentation: Offener Brief von Christiane Reymann und Wolfgang Gehrcke an die Mitglieder des Parteivorstands der Partei DIE LINKE, an Katja Kipping, Bernd Riexinger und Harald Wolf.

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