Depression auf der Apenninenhalbinsel – Industrieproduktion in Italien fällt dramatisch, Güterexporte gehen drastisch zurück

Rom, Italien.
Rom, Italien. Quelle: Pixabay

Rom, Italien (Weltexpress). Dass die Industrieproduktion auf der Apenninenhalbinsel auch im April drastisch fallen würde, das war erwartet worden. Doch das gesamte Ausmaß ist ein Desaster.

„Reuters“ (11.6.2020) teilt unter der Überschrift „Italiens Industrieproduktion fällt auch im April drastisch“ mit, dass „wegen Fabrikschließungen, Kontakt- und Ausgangssperren … die Betriebe im April 19,1 Prozent weniger … als im Vormonat“ herstellten, „wie das nationale Statistikamt am Donnerstag mitteilte… Bereits im März hatte es einen Rückgang um 28,4 Prozent gegeben – dies war das größte Minus seit Beginn der Datenerhebung 1990. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging es dann im April um 42,5 Prozent bergab.“

Dass „Analysten … im Monatsvergleich im Durchschnitt einen noch heftigeren Einbruch, im Jahresvergleich dagegen einen etwas geringeren Einbruch erwartet“ hätte, das wird auch im „Handelsblatt“ (11.6.2020) unter dem Titel „Italien: Industrieproduktion bricht erneut ein“ mitgeteilt.

Auf die Frage, ob Italien überhaupt noch zu retten sei, gemeint sind nicht nur die Betriebe der Industrie, sondern vor allem die bankrotten Banken, gibt es unterschiedliche Antworten. Von Mitgliedern, Mandatsträgern und Minister der Parteien CDU, CSU und SPD wird dies in der Regel bejaht, vor allem Eurobonds oder wie auch immer genannte Anleihen mittlerer und möglichst längerer Laufzeit von Mitgliedern und Mandatsträgern der Parteien Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen befürwortet. In der FDP regt sich Protest und auch in der AfD.

Ein Absturz von rund 10 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) über das gesamte Jahr 2020 und somit der schwerste Wirtschaftseinbruch seit dem letzten Großkrieg in Europa wird nicht durch Milliarden aus der BRD ausgeglichen werden können. Da gibt es nur eins: raus aus dem Euro. Italien braucht die Lira dringender denn je. Griechenland, wo die Lage ähnlich schlimm ist und das BIP laut „Reuters“ um minus 9,7 Prozent gefallen sei, sollte dringend zur Drachme zurückkehren. Auch diese Völker sollten souverän über ihre Währungen bestimmen und Bargeld behalten können.

Schon das Schrumpfen der Wirtschaft in der BRD von rund 7 Prozent kann die Merkel-Regierung nicht verhindern, geschweige denn neben Griechenland auch noch Italien retten.