Das dreiste Dings bei London – Maschine der Fluggesellschaft Aeroflot in Heathrow durchsucht

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Aeroflot.
Eine Maschine der russischen Flugline Aeroflot. Quelle: Pixabay

London, UK; Moskau, Russland (Weltexpress). Auf dem größten der sechs internationalen Verkehrsflughäfen der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland (UK) wurde ohne Erlaubnis eine Maschine der Fluggesellschaft Aeroflot – Russische Luftfahrtlinien durchsucht. Nicht nur die Piloten und das Bordpersonal des Fliegers, der in Heathrow widerrechtlich durchsucht wurde, sind empört über das dreiste Dings bei London. Eine Welle der Empörung schwappt durch die 1923 in Moskau gegründeten Fluggesellschaft Aeroflot von Sankt Petersburg an der Ostsee bis Wladiwostok am Pazifik.

Britische Beamten hätten sich als Border Force vorgestellt, erklärte der Flugkapitän der gekaperten Maschine, Witali Mitrofanow, dem Fernsehsender „Rossija-24“. Moskau weist darauf hin, dass nur drei Behörden das Recht hätten, „die Maschine zu durchsuchen – das Luftfahrt-Bundesamt, das EU-Programm für Sicherheit der Flugzeuge Safa sowie Russlands Föderale Agentur für Lufttransport Rosawiazija“.

Die Russen wollen von den Briten nun wissen, was das dreiste Dings bei London sollte. Weder wurden dem Kapitän Mitrofanow, noch dem Vorstand der Fluggesellschaft Aeroflot, noch der russischen Regierung eine Erklärung gegeben, obwohl sie von allen genannten Beteiligten gefordert wurde.

Die Russen hätten nichts gegen Kontrollen durch Berechtigte dieser Behörden gehabt, auch nichts gegen übliche Grenz- und Zollkontrollen, aber ohne Durchsuchungsbefehl eine Aeroflot-Maschine zu durchsuchen und den Kapitän und seine Crew von der Kontrolle der Durchsuchung abzuhalten, das sei ein starkes Stück und werde an Dreistigkeit nur noch von den Lügen aus London im Kriminalfall Skripal überboten. Die Regierung von Theresa May (Konservative und Unionistische Partei) wirf Wladimir Putin die Schuld am gescheiterten Attentat vor und warf rund zwei Dutzend Diplomaten raus. Vor allem die Vasallenstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika, die 60 russische Diplomaten des Landes verwiesen, folgten der Forderung aus London, darunter die aus CDU, CSU und SPD gebildete Merkel-Regierung in Berlin, nicht jedoch Österreich und Schweiz.

In Moskau merkte man an, dass bei Durchsuchungen die Regel sei, dass bei Kontrollen von Flugzeugen durch Dritte diese vom Personal begleitet und beobachtet würden. Die russische Botschaft in London teilte mit, dass der Vorfall außergewöhnlich sei und gegen internationale Richtlinien verstoßen habe. In russischen Medien wird von einer „offensichtlichen Provokation“ gesprochen und geschrieben.

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