Blinder Alarm in Israel oder böse Atomwaffen-Entwicklungsstätte im Iran

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Israel. Quelle: Pixabay

Jerusalem, Israel; Teheran, Iran (Weltexpress). Nichts Genaues weiß man nicht. Im Grunde weiß man nichts Genaues.

Denn das, was Benjamin Netanjahu als Israels amtierender Ministerpräsident, der mal wieder mitten im Wahlkampf steckt und im Korruptionssumpf oder auch nicht, präsentierte laut „Tagesspiegel“ (9.9.2019) „am Montag Satellitenaufnahmen, die eine Stätte nahe der Stadt Abadeh zeigen sollen“. Laut Netanjahu sei das eine „geheime Entwicklungsstätten für Atomwaffen im Iran“. Sei und also ist?

Nicht wirklich, denn „der Iran habe die Produktionsstätte allerdings zwischen Ende Juni und Ende Juli zerstört, weil klar geworden sei, dass Israel darüber Bescheid wisse, sagte Netanjahu“. Aha!

Laut „Tagesspiegel“ habe Mohammed Dschawad als Irans Außenminister „die Anschuldigen“ zurückgewiesen und zwar auf Twitter. Welche Anschuldigungen? Die Stätte ist doch keine mehr.

Sarif zwitscherte: „Der Besitzer von Atomwaffen (gemeint ist Israel) schlägt blinden Alarm wegen einer angeblich zerstörten Atomanlage im Iran.“ Und er „warf Netanjahu Kriegstreiberei vor“.

Warum zeigt Netanjahu Bilder von einer bereits zerstörten Stätte, die zum Vorbereiten und Führen eines Krieges nicht taugt?

Netanjahu scheint weniger ein Kriegstreiber als vielmehr ein Vollidiot zu sein oder was weiß Netanjahu wirklich über böse Atomwaffen-Entwicklungsstätte im Iran?

Weiß man nichts Genaues oder gilt: nichts Genaues weiß man nicht?!

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