Beim Brexit ist alles Blabla oder John Bercow mauschelt jetzt auch mit Theresa May

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Das House of Commons in London-Westminster. Quelle: Pixabay, gemeinfrei, CC0 Public Domain

London, UK (Weltexpress). Im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland (VK) mischt auch der, der bei Mays Mauscheleien nicht mehr mitspielen wollte, wieder mit. Die Rede ist vom Order rufenden John Bercow alias Mr. Speaker im House of Commons.

Als Bercow vor einigen Tagen Gerüchte zu Ohren kamen, dass Premierministerin Theresa May ihren Brexit-Vertrag dem Unterhaus „ein drittes Mal oder möglicherweise ein viertes Mal“ zu Abstimmung vorlegen werde, wurde es dem Mann in Westminster zu viel. Er verlas ein Statement to the House und berief sich auf eine Entscheidung aus dem 17. Jahrhundert.

Doch beim Brexit ist alles Blabla, auch das von Bercow.

Heute teilte er mit, dass sich die Vorlage der May-Regierung „substanziell“ von den vorhergehenden Anträgen unterscheiden würde. Doch was ist „substanziell“ anders? Richtig, nichts.

Weil am Mittwoch die britischen Abgeordneten im Unterhaus alle acht Alternativen zum Brexit-Kurs der britischen Premierministerin ablehnten, zudem auch gegen ein zweites Referendum oder einen Austritt ohne Abkommen votierten, will May am Freitag erneut über ihr Austrittsvertragswerk abstimmen lassen, allerdings dieses Mal ohne den Anhang.

Diese Mauschelei soll May und dem VK eine Aufschiebung des Brexits bei den Bürokraten in Brüssel bis zum 22. Mai zermöglichen.

Dass die EU-Bosse in Brüssel diesen dreckigen Deal mitspielen, das gilt als abgemacht.

Mehr Mauschelei und Völkerverarschung geht nicht, oder?

Anmerkung:

Mehr zum Thema im Beitrag Order! Mays Mauscheln, aber nicht mit Mr. Speaker – John Bercow gegen Theresa May von Mats Marder.

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