Aufklärung in der Berateraffäre der Bundeswehr oder Klüngel und Korruption? – Sind die Deppen im Verteidigungsministerium auch noch zu doof?

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Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen, begrüßt General Eberhard Zorn mit militärischen Ehren als neuen Generalinspekteur im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, am 19.04.2018. © Bundesministerium der Verteidigung

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Haben Befehlsempfänger der Oberbefehlshaberin Ursula von der Leyen (CDU) den Brand bei der Bundeswehr gelöscht? Wer hat den Befehl gegeben? Gewöhnlich stinkt der Fisch vom Kopfe her und Hausmeister auf der Hardthöhe dürften die Missetat nicht begangen oder befehligt haben, oder?

Der „Newsticker“ (4.4.2019) gab bekannt, dass „der Leiter der Rechtsabteilung im Verteidigungsministerium … am Donnerstag die Mitglieder des Ausschusses in nicht öffentlicher Sitzung über den Vorfall informiert“ habe, worüber „die Zeitungen des ‚Redaktionsnetzwerks Deutschland‘ (Freitagsausgaben) unter Berufung auf Kreise des Verteidigungsausschusses des Bundestages“ berichteten. „Demnach seien die Dateien am 19. Februar gelöscht worden. Der Untersuchungsausschuss nahm gut einen Monat später, am 21. März, seine Arbeit auf.“

Verheimlichen, Vertuschen und warten auf das mediale Vergessen, darauf scheint es die Führung des Bundesministerium der Verteidigung (BMVG) unter Behördenleiterin von der Leyen anzulegen. Auch auf der Heimatseite des BMVG sieht man vier Männer im winterlichen Wald, drei Panzer im Sand, einen Hund im Mali, um den sich die Kameraden kümmern. Wenn Stabsveterinär Dr. Antonia H. und Hauptfeldwebel Rene B. sich im „Camp Castor“ um Hunde kümmern, läuft das auf der Hardthöhe unter „Doc für Dogs“. Von wirklich „ernstes Vorgängen“ und stinkenden Fischen liest man bei den Streitkräften nichts.

Immerhin wird im „Focus“ (4.4.2019) unter der Überschrift „Berateraffäre um von der Leyen: Plötzlich waren wichtige Dateien einfach verschwunden“ darüber informiert, dass es sich „bei den Unterlagen … um Material zum IT-Projekt ‚CIT Quadrat‘ der Bundeswehr“ gehandelt habe und „der Bundesrechnungshof … in einem Bericht vom 7. August 2018 festgestellt“ habe, „dass das Bundesverteidigungsministerium Beraterleistungen für dieses Projekt in Höhe von 8 Millionen Euro aus Etats abgerufen habe, die dafür nicht vorgesehen seien. Das Verteidigungsministerium habe ‚gegen Vergaberecht verstoßen und diese Leistungen vergaberechtswidrig abrufen lassen‘.“

Seien wir ehrlich, es geht nicht nur um 8 Millionen, denn beim „CIT Quadrat“ handelt es sich um die Modernisierung der Informationstechnik der Bundeswehr, in die laut „seit 2012 rund 350 Millionen Euro geflossen sein sollen“, wie es im „Focus“ weiter heißt.

Das Ganze hat nicht nur ein Geschmäckle, das stinkt aus den Niederungen der Hardthöhe zum Himmel über dem die Worte Klüngel und Korruption immer heller leuchten.

Erst verschwinden die Millionen wie die Verteidigungsfähigkeit, um Berater außerhalb der Truppe, die „Beratertage“ auch mal „doppelt“ abrechnen, und dennoch um Rat gefragt werden, weil die eigenen Leute offensichtlich zu doof sind, und dann löschen die Resterampe auch noch Hinweise auf den Humbug.

Laut „Newsticker“ hätten „die Unterlagen … schnell wiederhergestellt werden können“. Sind die Deppen im Verteidigungsministerium auch noch zu doof?

Die interessierte Öffentlichkeit will jetzt mehr wissen über das Verheimlichen und Vertuschen im CDU-Ministerium und also endlich Aufklärung in der Berateraffäre der Bundeswehr.

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