„Aufbruch in die Gotik“ verspricht das Kulturhistorische Museum Magdeburg und hält sich dran – Von der Helle des Mittelalters zeugen zwei eindrucksvolle Ausstellungen in Braunschweig und Magdeburg, die beide das Stichdatum 1209 tragen, Teil III/III

Prof. Dr. Matthias Puhle, Direktor der Magdeburger Musseen und also auch des Kulturhistorischen Museums in Magdeburg, in dem die Ausstellung „Aufbruch in die Gotik“ leider nur noch bis zum 6. Dezember 2009 zu sehen ist.

Frankfurt am Main (Weltexpress) – Das ist einfach ein Erlebnis, wenn man vollgefüllt mit den Geschichtsdaten und dem historischen Personal von der Ausstellung Ottos IV. im Kopf nach Magdeburg einzieht, nicht zu Pferde, wie das Vorzeigesymbol, der Magdeburger Reiter, das älteste erhaltene freistehende Model, der alle Plakate, Schriften und Katalog bestückt, weil ein Reiter auch ein gutes Symbol für Aufbruch und Weiterkommen ist, sondern schlicht mit der Deutschen Bahn, wo vom Bahnhof aus dieses Museum so gut zu Fuß zu erreichen ist, das nun im Jubiläumsjahr des Baubeginns des Magdeburger Doms als erstem gotischen Bau jenseits der Rheingrenze zu Frankreich, eine sensationelle Ausstellung von einer kunsthistorischen Güte zeigt, zu der meine Wiener Tante und Kunsthistorikern gesagt hätte: „Daß ich das noch erleben durfte“. Sie können sicher sein, daß die Älteren unter uns nie wieder den Beginn eines geistig neuen Zeitalters mit solchen, aus der ganzen Welt zusammengetragenen Kunstschätzen sehen dürfen, für das die veränderte Kunstauffassung ja nur der Ausfluß der neuen Gesinnung und des neuen Verhältnisses zu Gott und den Menschen ist.

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