Anton Geraschtschenko, Chefberater des ukrainischen Innenminsteriums ruft auf, den Islamischen Staat zu unterstützen

Der Facebook-Auftritt von Anton Geraschtschenko kurz vor der Sperre (Screenshot, 2015).
Sputnik teilte gestern unter der Überschrift "Nach Appell zu ‚Scharia-Rache‘ – Moskau bietet Kiewer Politiker Judas-Orden an" gestern mit (07.10.2015), dass Geraschtschenko vorgeschlagen hatte, „auf der Webseite „Mirotvorec“, auf der seit Januar 2015 „Feinde“ des ukrainischen Staates geführt werden, Fotos und andere persönliche Daten jener russischer Piloten zu veröffentlichen, die Angriffe gegen die IS-Terroristen in Syrien fliegen. Dies würde den Terroristen und deren „Mitstreitern“ in Russland helfen, „sich an den Piloten nach dem Scharia-Gesetz zu rächen“, argumentierte der Kiewer Politiker.“

Am 6. Oktober tat sich Geraschtschenko mit der Initiative hervor, die Namen und Adressen der russischen Piloten, die derzeit in Syrien dienen, auf der Webseite „Mirotvorec“ zu veröffentlichen, damit diese von den IS-Anhängern in der Russischen Föderation nach den Gesetzen der Scharia für diesen Einsatz bestraft werden, notiert der Journalist und Medienexperte Anatolij Sharij auf seinem Newsportal Sharij.net.

Geraschtschenko schrieb auf seiner Facebook-Seite: "Ich lade dazu alle ein, die über Informationen zu den russischen Bürgern verfügen, welche an dem Krieg Russlands gegen Syriens Bürger teil nehmen, uns alle Informationen mitzuteilen. Wir werden dafür eine gesonderte Seite auf der Webseite ’Mirotvorec` einrichten mit dem Namen ’Putins Vergehen in Syrien und dem Nahen Osten`.“
Weiterhin behauptet der Berater, dass Russland gegen Syrien Krieg führe, jedoch diesen nicht erklärt habe. Richtig ist, dass Russland am 30. September mit den Luftangriffen auf Syrien begonnen hat, nachdem Russland vom syrischen Präsidenten Baschar al-Assad darum gebeten wurde.

Geraschtschenko zeigte Bilder aus einem Video des russischen TV-Senders Russia Today, auf dem Piloten und Mechaniker zu sehen sind. Über Bildmaterial können Personen identifiziert werden. Dies soll Geraschtschenko auf die Idee gebracht haben, die Identitäten der russischen Piloten zu offenbaren, schreibt Anatolij Sharij in seinem Blog Sharij.net.

Mittlerweile wurde die Facebook-Seite von Geraschtschenko, der auch ukrainischer Abgeordneter ist, gesperrt, weil er öffentlich dazu aufgerufen hatte, den IS zu unterstützen.
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