Am Ende gewinnen die Eisbären oder Mathias Niederberger, Marcel Noebels und „die drückende Überlegenheit“ der Pinguins aus Bremerhaven in Berlin

Leere hohe Mehrzweckhalle an der Spree in Berlin. © Copyright Münzenberg Medien Foto Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Arbeitssieg. Das 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) der Berliner Eisbären Donnerstagnacht gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven war wahrlich ein Arbeitssieg. Über weite Strecken vom Ende des erstens Drittels bis in den Anfang des letzten Drittels dominierten die Gäste aus der Hafenstadt an Geeste und Weser.

Im Mitteldritte schafften die Berliner zwei, drei Schüsse aufs von Thomas Pöpperle gut gehütete Tor. Doch der gute Torhüter fing sich nach kapitalem Fehler seiner Vorderleute nach einem Tempogegenstoß einen von Marcel Noebels erzielten Tor (47.). Anschließend fingen die die Eisbären und agierten mehr oder weniger wieder – gelinde gesagt – auf Augenhöhe.

Insgesamt gaben die Pinguins 76 Schüsse ab, von denen 42 aufs Berliner Tor gingen. Die Eisbären gaben nur 52 Schüsse ab und nur 23 davon gingen aufs Tor. Mathias Niederberger musst vor dem Eisbären-Tor also rund doppelt so häufig parieren als Pöpperle.

Der letzte Eisbären-Treffer war einer ins leere Tor, denn der Cheftrainer der Gäste, Thomas Popiesch, nahm Pöpperle zugunsten eines zusätzlichen Angreifers vom Eis, um noch den Ausgleich, der hoch verdient gewesen wäre, zu erzielen. Das gelang nicht mehr, aber Leonhard Pföderl ein Treffer ins nicht mehr gehütete Gehäuse der Gäste zum 2:0-Endstand (60.).

Für die Pinguins aus Bremerhaven war dies die erste Niederlange in diesem Jahr. Kein Punkte nach fünf gewonnenen Spielen bedeutete das Abrutschen auf den zweiten Platz der Tabelle der Gruppe Nord.

Die Auswahl der Düsseldorf EG siegt mit 5:1 hoch gegen die Haie in Köln und kletterte auf den dritten Platz mit gleicher Punktzahl wie die Pinguins. Nur das Torverhältnis ist schlechter.

Nach dem Punktspiel in Berliner brachte Eisbären-Cheftrainer Serge Aubin die Partie auf den Punkt: „Das war ein hartes Spiel, Bremerhaven war heute Abend sehr gut aufgelegt. Wir haben die ersten fünf bis acht Minuten gut gespielt, dann hat Bremerhaven das Kommando übernommen und wurde immer stärker, wir konnten aber gut dagegenhalten. Im zweiten Drittel haben wir nicht gut gespielt, da konnten wir die drückende Überlegenheit der Bremerhavener nicht durchbrechen. Im Schlussabschnitt wurde es etwas besser, aber am Ende des Tages war der Sieg etwas glücklich, aber auch solche Spiele gibt es. Mathias Niederberger hat uns das ein oder andere Mal mit großartigen Paraden gerettet.“

Daten zum Spiel

am Donnerstag, den 21.1.2021, ab 20.30 Uhr, in Berlin

Eisbären Berlin versus Fischtown Pinguins Bremerhaven 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – Müller, Ramage (A); Hördler (C), McKiernan; Espeland, Wissmann (A); Mik – Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Fiore; Tuomie, Olver, Foucault; Hänelt, Kinder, Labrie

Cheftrainer: Serge Aubin

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Pöpperle (Maxwell) – Fortunus (A), Dietz; Eminger, Moore (C); Krogsgaard, Alber; Stowasser – Verlic, Jeglic, Urbas (A); McGinn, Quirk, Wahl; Mauermann, McMillan, Uher; Reisnecker, Gläser, Sykora

Cheftrainer: Thomas Popiesch

Tore:

1:0 – 46:08 – Noebels – EQ
2:0 – 59:16 – Pföderl (Noebels, Hördler) – EQ