Adler Mannheim besiegen Schwäne aus Schwenningen und bleiben den Berliner Eisbären auf den Fersen

Trainer Pavel Gross und Spieler der Adler Mannheim. © 2019, Foto: Hans-Peter Becker, BU: Stefan Pribnow

Mannheim, Deutschland (Weltexpress). Die Mannheimer Adler konnten mal wieder gewinnen. Weil die Berliner Eisbären in der hohen Mehrzweckshalle an der Spree beim Punktspiel gegen die Nürnberger Eistiger als Verlierer vom Eis gingen, rückten die Adler also etwas näher an den Meister und Tabellenführer heran. Die Berliner kommen nach 36 Spielen mit 22 Siegen auf 73 Punkte, die Adler nach 35 Spielen und 17 Siegen auf 65 Punkte.

Der Sieg gegen die Schwäne aus Schwenningen vor leeren Rängen war vorprogrammiert, weil sechs Spieler, die zuvor fehlen, wieder in der Mannschaft standen und nicht nur auf der Bank saßen. Pavel Gross sah eine starke Mannschaft, die mit voller Kapelle ein Kandidat auf die Meisterschaft sein dürfte. Die Adler haben mit Felix Brückmann und die Eisbären mit Mathias Niederberger die besten Torhüter in ihren Teams. Die Eisbären jedoch mit Kai Wissmann (27) und Jonas Müller (18) sowie Simon Després (14) drei starke Verteidiger unter den besten fünf Verteidigern in der Plus-Minus-Statistik. Unter die besten Fünf schafft es neben Marcus Weber von den Nürnberger Eistigern (15) mit Sinan Akdag (16) nur ein Adler.

Unter den fünf besten Punktesammlern (Tore und Vorlagen) stehen zwei Eisbären, aber kein Adler. Vorteil (noch): Berlin!

Den Vorteil gegen die Schwäne, den Thomas Larkin herausschoß (08:12), nachdem er zuvor für zwei Minuten auf die Strafbank mußte (04:43), machte Brett Pollock wett (16:10), so daß es nach dem Anfangsdrittel 1:1 stand.

Das ereignisreiche Mitteldrittel beherrschten die Hausherren, für die Jason Bast das 2:1 (23:15), Luca Tosto das 3:1 (24:02) und Matthias Plachta das 4:1 (29:44) beisteuerten. Die Gäste hat vor ihrem Torhüter nur noch drei Mann stehen, die verteidigen durften. Insgesamt kassierten die Schwäne 14 Strafminuten, die Adler 12 und also auch zu viele.

Eine Zeit zogen die Adlers übers Eis wie ein heißes Messer durch die Butter. Doch dann zog Tyson Spink los, spielte mit seinem Bruder Tylor Doppelpaß und machte nicht nur die gesamte Defensive der Adler naß, sondern auch Brückmann. Deswegen stand es nach dem Mitteldrittel nur 4:2 für die Adler.

Gleich zu Beginn des Abschlußdrittels erzielte Max Görtz den nächsten Anschlußttreffer (42:00), nachdem er zuvor Markus Eisenschmid echt alt aussehen ließ, doch auch wenn bei den Schwänen Hoffnung keimte, beim 4:3 blieb es bis zum Schluß.

Insgesamt 61:36 Schüssen beziehungsweise 32 zu 11 Schüsse aufs Tor, will sagen, daß der Sieg der Hausherren höher hätte ausfallen müssen.

Die Mannschaft von Christof Kreutzer gab nie auf, kämpfte und spielte im Rahmen ihrer Möglichkeit und war mit drei Treffern aus elf Torschüssen recht effizient.