Erstklassige Abgesänge auf einen zweitklassigen Aufseher bei einer drittklassigen Bank oder so sind sie, diese Sozen

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Sigmar Gabriel auf der Frankfurter Buchmesse 2018. Quelle: Wikipedia, Foto: Martin Kraft, CC BY-SA 3.0

Frankfurt am Main, Deutschland (Weltexpress). Wer sich für die Sozen (West) in der BRD noch interessiert, ja, die gibt es, für denjenigen in Politik und Presse war das wohl ein Aufreger, dass Sigmar Gabriel, der sich bei der Führung der SPD wie A. Nahles versuchen durfte, zudem in drei Ministerin den Chef machte und zwar unter Merkel von der Christen-Partei CDU, jetzt die Bosse der Deutsche Bank beaufsichtigen soll.

Für andere ist das nur noch einen müden Lacher wert. René Zeyer witzelt unter der Überschrift „„Hey Boss, ich brauch mehr Geld““ in „Achgut“ (25.1.2020): „Gunter Gabriel wird Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank. Mit seinem Lied ‚Hey Boss, ich brauch mehr Geld‘ hat er sich in die Herzen der Bankführung gesungen. Pardon, ich sehe gerade, Gunter Gabriel ist tot. Kleines Späßchen. Peinlich. Mindestens so peinlich ist, dass Sigmar Gabriel tatsächlich in den Aufsichtsrat der Deutschen Krisenbank berufen wurde. An Katar liegt es eher nicht.“

Gabriel ist jetzt ganz unten, beim „Prekariat unter den Geldinstituten“, wie Markus Feldenkirchen unter dem Titel „Sigmar Gabriel und der Gestank“ in „Spiegel“ (25.1.2020) belustigt zum Besten gibt. Er notiert, dass Gabriels Kernforderung vor zehn Jahren im Herbst 2009 auf einem SPD-Parteitag in Dresden lautete: „Wir müssen raus ins Leben; da, wo es laut ist; da, wo es brodelt; da wo es manchmal riecht, gelegentlich auch stinkt.‘ Feeldenkirchen sei „damals in der Halle“ gewesen und habe mitbekommen, „wie die Delegierten Gabriel für diesen Satz feierten – auch wenn etwas unklar blieb, wohin genau die Genossen jetzt gehen sollten.“ Zehn Jahre später geht Sigmar Gabriel in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank.“ Lustig.

Und weil auch unter Sozen der Staat der des Kapitals ist, landen manche von denen, die einst links blinkten, um rechts abzubiegen, nach dem Dienst in staatlichen Funktionen direkt bei den Eigentümern des Kapitals.

Enttäuscht darüber sind offensichtlich nur diejenigen unter den Vollidioten, die die Sozen für Vertreter der Interessen von Lohnarbeitern halten, während die anderen sich darüber belustigen, dass die Scham beim Übergang von einem zum anderen Zustand, der für Lohnarbeiter der Aufstände wert wäre, schwindet.

Wenn kein Lohnarbeiter mehr der SPD ihre ihr von den Siegermächten VSA und VK zugewiesene Rolle im inszenierten Polit-Klimbim der BRD glaubt, dann fällt für die längst zur Ausländerpartei gewordene SPD auch die Zehn-Prozent-Hürde.

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