Berlin, BRD (Weltexpress). Laut einem Artikel der iranischen Nachrichtenagentur „Fars“ hat das Land keine andere Wahl, als eine Atombombe zu erlangen, „um militärische Bedrohungen gegen das Land während des Übergangs zu einer neuen Weltordnung abzuwenden“. Der Artikel beleuchte den Widerspruch, der in den Verhandlungen über die Zukunft des Nahen Ostens bisher nicht gelöst wurde, kommentiert das kommunistische Magazin „Contropiano“ am 2. Juli 2026, und verweist darauf, dass in dem nicht unterzeichneten Artikel argumentiert wurde, dass der Iran eine nukleare Abschreckung erreichen müsse, um die sogenannte „notwendige Ruhe“ zu erlangen, die dafür notwendig sei, dass andere Streitigkeiten durch Verhandlungen gelöst werden könnten, und dass es nur unter solchen Bedingungen möglich sei, von der „richtigen Position“ aus zu verhandeln.
Gleichzeitig habe die Nachrichtenagentur „Fars“ erklärte, der Artikel sei auf einer interaktiven Plattform veröffentlicht worden, auf der Nutzer ihre eigenen Inhalte posten können, und spiegele nicht die offizielle Position der Agentur wider. Der Fars-Nachrichtenbericht hebt außerdem hervor, wie die nukleare Abschreckung ein Machtgleichgewicht zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und Israel schaffen und das Ausmaß eines möglichen Konflikts unter Kontrolle halten könnte.
Der Artikel scheint den Geist des kürzlich zwischen der Islamischen Republik Iran und den Vereinigten Staaten von Amerika unterzeichneten vorläufigen Abkommens in Frage zu stellen, so „Contropiano“. Darin habe sich Teheran verpflichtet, den Einsatz von Atomwaffen nicht weiter zu verfolgen, sondern internationalen Inspektoren schrittweise die Wiederaufnahme der Inspektionen seiner Atomanlagen zu gestatten. Diese Vorgehensweise wird jedoch gegenüber dem Staat Israel, der einzigen Atommacht im Nahen Osten, weder in Erwägung gezogen noch angewendet.
Der Artikel in „Fars“ argumentiert, dass Irans Sicherheitslage ihm kaum eine andere Wahl lässt, als eine strategische Abschreckung zu verfolgen, die mit der anderer Atommächte vergleichbar ist. Die Publikation plädiert dafür, dass Iran Chinas Erfahrungen während des Kalten Krieges studieren sollte, da Peking erst nach der erfolgreichen Entwicklung von Atomwaffen sinnvolle Verhandlungen mit Washington aufnehmen konnte. Weiterhin wird behauptet, die USA hätten China zuvor mit Atomangriffen gedroht, bevor sie nach Pekings Atomwaffenerwerb diplomatische Gespräche aufnahmen.
Der Artikel argumentiert außerdem, dass Atomwaffen ein Machtgleichgewicht mit Ländern wie den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Staat Israel herstellen würden, denen beide Atomwaffen zugeschrieben werden.
„Nukleare Abschreckung bedeutet, dass ein Kräftegleichgewicht gegenüber Amerika und Israel erreicht werden kann, nicht damit ein Krieg nicht stattfindet, sondern damit das Ausmaß des Konflikts überschaubar bleibt“, hieß es weiter.
Der Artikel mit der Abschreckung dank Atombombe bis zur neuen Weltordnung stellt zwar keine offizielle Stellungnahme der Regierung dar, doch seine Veröffentlichung in einem großen iranischen Medienunternehmen verdeutlicht die erbitterte interne politische Debatte und die unterschiedlichen Optionen bei den strategischen Entscheidungen.
Die Veröffentlichung widerspricht der historischen offiziellen Position Irans, dass sein Atomprogramm ausschließlich friedlichen zivilen Zwecken diene.
Teheran und Washington haben sich vor kurzem auf einen Rahmen zur Eindämmung der iranischen Nuklearaktivitäten geeinigt, während die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) die Wiederaufnahme der Inspektionen an iranischen Standorten vorbereitet.
Es ist jedoch klar, dass solange Israels Atomwaffenarsenal nicht in die allgemeinen Verhandlungen über die regionale Struktur einbezogen wird, diese Asymmetrie vor Ort und die Doppelmoral internationaler Organisationen und westlicher Regierungen immer einen unhaltbaren Widerspruch offenlassen werden, der sich zunächst als Krise und dann folglich als Konflikt manifestieren könnte.
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