Berlin, BRD (Weltexpress). Die deutsche Mannschaft ist bei der aktuellen Eishockey-WM nach drei Klatschen gegen Finnland, Lettland und der Schweiz ziemlich weit unten angekommen. 2:11 Tore sagen alles.
Eine 1:6-Niederlage gegen die Schweiz muss man in den Archiven lange suchen. Eine solche Klatsch gegen die Eidgenossen handelte sich eine deutsche Mannschaft bei der WM vor genau 89 Jahren ein. Das war1937.
Der einzige klitzekleine Lichtblick. Berlins Eisbär Freddy Tiffels erzielte in seinem 100. Länderspiel den Ehrentreffer gegen die Schweiz.
Die aktuellen Niederlagen sind allerdings nicht ganz so überraschend. Mitte April rief Bundestrainer Harold Kreis den ersten Länderspielkader zusammen. Bis zum Start der WM veränderte sich der Kader viermal und selbst als die WM begann, musste der Kölner Dominic Bokk die Heimreise antreten, weil NHL-Spieler Lukas Reichel zur Mannschaft stieß.
Natürlich fehlten die NHL-Spieler Leon Draisaitel, Tim Stützle und John-Jason Peterka. Trotzdem standen Bundestrainer Kreis genügend Spieler zur Verfügung.
Schon Alt-Fußball-Bundestrainer Sepp Herberger sagte vor fast 90 Jahren: „Nichts geht über ein eingespieltes Team.“ Was damals wie heute für den Fußball gilt, hat auch heute im Eishockey seine tiefe Bedeutung, wie die WM-Ergebnisse deutlich beweisen. Allerdings muss sich im Eishockey grundlegend die Arbeitsweise ändern, wie der Abstieg unserer U18 aus der A-Gruppe beweist. Schön reden hilft dem deutschen Eishockey ebenso wenig wie elf Ausländerlizenz pro Mannschaft in der DEL.
Wir sind auf die Saisonauswertung und die dann ergriffenen Maßnahmen gespannt.
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