Berlin, BRD (Weltexpress). Am 15. Mai jährt sich zum 135. Mal der Geburtstag von Michail Afanassjewitsch Bulgakow (russisch Михаи́л Афана́сьевич Булга́ков). Er wurde am 15.3.1891 in Kiew, einer der fünf historischen Hauptstädte der Russen und zu dieser Zeit eine Stadt im Российская Империя (deutsch Russisches Kaiserreich).
Michail Bulgakow starb am 10. März 1940 in Moskau, damals die Hauptstadt der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, heute die Hauptstadt der Rußländischen Föderation (RF), auch Russische Föderation genannt.
In der RF wird Bulgakow geschätzt und geehrt, in Banderastan ist das Gegenteil der Fall. Allerdings befindet sich auf dem Kiewer Andreasstieg noch ein Museum und daneben ein Denkmal. Noch stehen beide, aber bei den Faschisten in Banderastan weiß man nie, denn Bulgakow lehnte schon damals die Ukrofaschisten ab und zwar ohne Wenn und Aber.
Unter der Überschrift „‚Manuskripte brennen nicht‘: Russland feiert 135. Geburtstag von Bulgakow“ heißt es in RT DE (11.5.2026). „Der in Kiew geborene, diese Stadt in seiner „ukrainischen“ Version jedoch ablehnende Michail Bulgakow zog nach Moskau und wurde zu einem wahren Sänger der russischen Hauptstadt, die zu seinem Lieblingsort wurde.
Zu Lebzeiten von Zensur und staatlicher Macht verfolgt, in Armut und Verzweiflung gestorben und nach seinem Tod praktisch verboten, wurde er dank seiner Frau Elena Schilowskaja, die er in seinem legendären Roman „Der Meister und Margarita“ als Margarita verewigte, wahrhaft unsterblich. Sie war es, die seine Theaterstücke und den unvollendeten Roman seines Lebens bewahrte, sie war es, die dafür sorgte, dass er nach Beginn des „Tauwetters“ in der Zeitschrift „Moskau“ abgedruckt wurde. Und damit führte sie ihren Meister in die Unsterblichkeit. Die Volksliebe, die Russland Bulgakow danach entgegenbrachte, wurde wahrhaft allumfassend. Seine Bücher stehen seitdem auf den Bestsellerlisten, und Inszenierungen seiner Theaterstücke sind von den russischen Bühnen nicht mehr wegzudenken. Was für eine Ironie – schließlich durfte er in den letzten Jahren seines Lebens seine Werke nicht mehr aufführen lassen.“
Und dann wird in diesem lesenswerten Beitrag darauf hingewiesen, daß „sich das Land darauf“ vorbereiten, „seinen Kultautor und Meister des russischen magischen Realismus zwei Wochen lang zu feiern“. Dabei scheinen die Veranstaltungen in Moskau und Petersburg aus der Vielzahl in Masse und Klasse herauszuragen. „‚Die Weiße Garde‘ wird im Malyj-Theater aufgeführt, ‚Don Quijote‘ im Tschechow-Kunsttheater, und in der ganzen Hauptstadt finden Vorträge zu Bulgakow-Themen sowie thematische Autorenführungen statt.“ Und in Petersburg wird „vom 15. bis zum 30. Mai – … das Festival „Petersburg. Bulgakows Raum“ mit über 60 Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen, Filmvorführungen, Workshops und Spielen“ dauern.
Anmerkungen:
Siehe die Beiträge
- Annotation zum grotesken Werk „Die verhängnisvollen Eier“ von Michail Bulgakow von Frieder Fuchs
- Annotation zur Fabel „Das Hundeherz“ von Michail Bulgakow von Frieder Fuchs
- Meister und Margarita von Michail Bulgakow als Hörspiel von Kerstin-Bettina Kaiser
- Der Teufel in Moskau – „Der Meister und Margarita“ von Michail Bulagakow in einer Übersetzunbg von Alexandra Berlina von Frieder Fuchs
- Annotation zum Buch „Ich bin zum Schweigen verdammt. Tagebücher und Briefe“ von Michail Bulgakow, herausgegeben von Roger Cockrell von Frieder Fuchs
- Annotation zum Hörbuch „Michail Afanasjewitsch Bulgakow – Berichte aus den Tiefen der russischen Literatur“ von Wladimir Kaminer von Frieder Fuchs
- Rote gegen Weiße – Annotation zum Werk „Die weiße Garde“ von Michail Bulgakow von Frieder Fuchs
- Über die Aftergänger unter den Autoren – Annotation zum Roman „Aufzeichnungen eines Toten“ von Michail Bulgakow von Frieder Fuchs
- Die Leiden des jungen Bulgakow oder „die Erlebnisse des jungen Mediziners Michail Bulgakow als Landarzt“ – Annotation zu dessen „Arztgeschichten“ von Frieder Fuchs
- Von Guillotine und Gulag oder die Gunst des Genossen Generalsekretär – Annotation zum Roman „Das Leben des Herrn de Molière“ von Michail Bulgakow von Frieder Fuchs
im WELTEXPRESS.
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