Zum vierten Mal Präsident in Russland – Wladimir Putin für die nächsten sechs Jahre in Moskau vereidigt

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Wladimir Putin.
Wladimir Putin in Moskau (Archivbild). Quelle: Pixabay

Moskau, Russische Föderation (Weltexpress). Dieses Mal fuhr Wladimir Putin nicht mehr Mercedes, sondern eine russische Präsidenten-Limousine der Cortege-Baureihe, die ein Mix aus Stufenheck, SUV und Minivan sein soll.

Mehr Eigenmarken

Dass darf der teilnehmende Beobachter der heutigen Amtseinführung des Präsidenten der Russischen Föderation, Putin legte zum vierten Mal und für weitere sechs Jahre den Amtseid im Moskauer Kreml ab, durchaus als Symbol werten. Putin wird noch mehr Wert auf Eigenmarken legen und neues Selbstbewusstsein als nach wie vor atomare Supermacht zur Schau tragen.

Weniger Gratulanten

Zu den ersten Gratulanten nach dem Ablegen des Amtseides gehörten mit Handschlag der russische Patriarch Kyrill I., Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Gerhard Schröder (SPD), Gas-Gerd oder als Genosse der Bosse auch Armani-Kanzler (von 1998 bis 2005) genannt, sowie Dmitrij Medwedew als alter und neuer Regierungschef. Putin schlug den 52-jährigen Medwedew, der von 2008 bis 2012 sogar Präsident war, und engster Vertrauter von Putin ist, der Duma zur Abstimmung vor.

Nebenbei bemerkt soll sich Putin von weniger geladenen Gästen gratulieren lassen haben.

Merkel-Besuch bei Putin

Die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die auch schon lange dabei ist, wird am 18. Mai zu einem Arbeitsbesuch in der südrussische Stadt Sotschi erwartet. Zuletzt war Merkel im Mai 2017 in Russland.

Konsum dank Krediten

In den nächsten sechs Jahren wolle 65-jährige Putin „alles tun, um Russlands Macht, Wohlstand und Ruhm zu mehren“. Mit der Kreditierung der Bevölkerung wird Putin vermutlich nicht weiter das Wirtschaftswachstum ankurbeln können. Im Gegenteil steht zu befürchten, dass ihm die „faulen Schulden“ auf die Füße fallen werden. Vor allem die Hypothekenkreditvergabe an untere Einkommensschichten dürfte sich als Bumerang der Banken erweisen. Konsum dank Krediten

Anti-Putin-Proteste

Proteste gegen Putin gibt es selten, aber stetig. Von Massenprotesten kann keine Rede sein. Am Samstag protestierten immerhin ein paar Tausend gegen die Amtseinführung des Mannes, der im März 2018 77 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte.

Über 1600 Demonstranten sollen laut Bürgerrechtsorganisation OVD festgenommen worden sein, davon laut „Handelsblatt“ (6.5.2018) „mehr als 700 in Moskau, in St. Petersburg (230) und in Tscheljabinsk in Sibirien (164)“. Die Polizei verkündete hingegen 300 Festnahmen in der Hauptstadt und etwa 200 in St. Petersburg.

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