Türkei hält an Atomkraft fest

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Alanya-Antalya/Berlin (Weltexpress) - Trotz des Atomunfalls in Japan will die Türkei am Bau der ersten türkischen Atomkraftwerke festhalten. Zum Risikofaktor äußerte sich der türkische Energieminister laut Zeitungsberichten mit einem außergewöhnlichen Vergleich: das Junggesellen-Dasein sei riskanter als die Atomkraft.

Dabei bezog Taner Yildiz sich auf soziologische Studien aus den USA, laut denen unverheiratete Personen durchschnittlich sechs Jahre früher sterben als verheiratete. Statistisch gesehen aber verkürze die Atomkraft das Leben nur um 0,03 Tage, meinte der Minister. Die in der Türkei geplanten Atomkraftwerke würden modern und erdbebenfest sein und die Türkei sei schließlich kein so starkes Erdbebengebiet wie Japan, fügte er hinzu.

Die Türkei verhandelt neben einer russischen Firma auch mit der Firma Tepco, dem Betreiber des japanischen Atomkraftwerks Fukushima, die nach dem katastrophalen Unfall in der Kritik steht.

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