Schleswig-Holstein steigt aus Feldversuch mit Mega-Lkw aus – Nord-Süd-Verbindung gefährdet – Nur noch fünf Länder sind an dem ursprünglich bundesweit angelegten Projekt der Bundesregierung beteiligt

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Kiel (Weltexpress) - Die neue Regierung von Schleswig-Holstein will den Maxi-Lkw nicht und steigt daher aus dem Pilotprojekt mit den überlangen Lastern (bis zu 25,25 Meter statt maximal 18,75 Meter; 44 Tonnen schwer) aus. Die Koalition aus SPD, Grünen und SSW hat in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten: „der Einsatz von Lang-Lkw wird von uns abgelehnt“. Das berichtet die Fachzeitung „Trans aktuell“.

Der überregionale Feldversuch mit Maxi-Lkw ist ein Projekt der Bundesregierung, das ursprünglich bundesweit ausgerichtet sein sollte. Nachdem schon die West-Ost-Strecke nicht zustande gekommen war, weil einige Bundesländer nicht mitmachen, steht durch den Rückzug von Schleswig-Holstein auch die Nord-Süd-Verbindung zwischen Kiel und Füssen vor dem Aus. In dem nördlichsten Bundesland nimmt seit zwei Jahren nur ein Logistikunternehmen mit zwei Mega-Lkw an dem Versuch teil.

Steigt Schleswig-Holstein aus dem Projekt aus, sind nur noch fünf Bundesländer mit insgesamt 15 Mega-Lkw dabei: Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Kritiker lehnen die Maxi-Lkw aus Sicherheitsgründen und wegen zu hoher Belastung der Straßeninfrastruktur (Brücken, Straßenbelag) ab. Die Befürworter verweisen auf den ökologischen Nutzen, da pro Lkw-Einheit mehr transportiert werden könne. Allerdings ist auch das umstritten.

kb

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