Der Lions Club Berlin-Wannsee veranstaltet die 22. Benefizgala unter dem Motto „Geborgenheit für Kinder“

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Impression von der 22. Lions-Benefizgala am 20. März 2017 in der Deutschen Oper Berlin. © 2017, Foto: Bettina Stoess

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Schon vor dem Eingang der Deutschen Oper Berlin wird eine betreute Gruppe junger männlicher Kriegsflüchtlinge mit Eintrittskarten versorgt – der Erlös der Benefizgala des Lions-Club Berlin-Wannsee soll dem von der Journalistin Sandra Maischberger gegründeten Kinderhilfswerk Vincentino e.V. zukommen. Hier werden leicht bis schwer behinderte Kinder ab dem 0. Lebensjahr unter dem Motto „Kultur stärkt Kinder in Berlin“ in vielfältigster Art und Weise gefördert, neuerdings auch Flüchtlingskinder.

Auf ihre Gagen verzichten alle Künstler an diesem Abend – sowohl das im Dienstprogramm an seinem Limit agierende Orchester der Deutschen Oper Berlin als auch der Dirigent Evan Christ und die international renommierten Solisten Alexandra Hutton, Kangmin Justin Kim, Judith Kutasi, Adriana Ferfezka, Atilio Glaser, Hulka Sabirova, Robert Watson, Samuel Dale Johnson und Stephen Bronk.

Für den guten Zweck werden Opernarien vom Feinsten dargeboten wie FAUST (Charles Gounod 1818 – 1893) Ouvertüre; HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN (Jacques Offenbach 1819 – 1880) Arie des Nicklasse: „Vois sous l’archet frémissant“ Kangmin Justin Kim, Countertenor; NORMA (Vincenzo Bellini 1801 – 1835) Kavatine der Norma: „Casta Diva“ Hulkar Sabirova, Sopran; ADRIANA LECOUVREUR (Francesco Cilea 1866 – 1950) Arie der Principessa di Bouillon: „L’acerba voluttà“ Judit Kutasi, Mezzosopran; RIGOLETTO (Giuseppe Verdi 1813 – 1901); Arie des Herzogs von Mantua: „La donna è mobile“ Attilio Glaser, Tenor
Quartett „Bella figlia dell’amore“ Adriana Ferfezka, Sopran, Judit Kutasi Mezzosopran, Attilio Glaser, Tenor, Samuel Dale Johnson, Bariton; TURANDOT (Giacomo Puccini 1858 – 1924) Arie des Kalaf: „Nessun dorma“ Robert Watson, Tenor; DIE FLEDERMAUS (Johann Strauß Sohn 1825 – 1899) Ouvertüre Finale 1. Akt: „Trinke, Liebchen, trinke schnell“ Hulkar Sabirova, Sopran , Attilio Glaser, Tenor, Stephen Bronk, Bassbariton; DER BARBIER VON SEVILLA (Gioachino Rossini 1792 – 1868), Arie des Figaro: Largo factotum Samuel Dale Johnson, Bariton; LOUISE (Gustave Charpentier 1860 – 1956) Arie der Louise: „Depuis le jour“ Adriana Ferfezka, Sopran; DIE PERLENFISCHER (Georges Bizet 1838 – 1875) Duo Nadir – Zurga: „Au fond du temple saint“ Matthew Newlin (Tenor), Samuel Dale Johnson (Bariton)CANDIDE (Leonard Bernstein 1918 – 1990)Duo Nadir – Zurga: „Au fond du temple saint“ Matthew Newlin, Tenor,Samuel Dale Johnson, Bariton; GRISELDA Antonio Vivaldi (1678 – 1741), Arie der Costanza: „Agitata a due venti” Kangmin Justin Kim, Countertenor.

Durch den Abend modiert Sandra Maischberger. In ihrer erfrischenden Art verschafft sie einen Blick hinter die Kulissen und interviewt auf der Bühne die Kostümdirektorin Dorothea Katzer-Dittrich, die ihr von ihrer Riesenlogistik-Arbeit berichtet und die zum „Inventar“ gehörende Regisseurin Gerlinde Pelkowski sowie Christoph Seuferle, engagierter Operndirektor der Deutschen Oper Berlin, der charmant „aus dem Nähkästchen plaudert“.

Einen Seitenhieb auf Dauerbrennerthema und Fiesling Donald Trump konnte sich die italienisch-stämmige Polit-Journalistin Maischberger dann doch nicht verkneifen. Zur Arie „La donna è mobile“ (Die Frau ist launisch) übersetzte sie den Text, der nach Maischberger so gut auf ihn passe: „O wie so trügerisch sind (Weiber)D.T.-herzen; mögen sie klagen, mögen sie scherzen. Oft spielt ein Lächeln um ihre Züge; oft fließen Tränen, alles ist Lüge.“

Neben mir sitzt eine Supervisorin der Kinderhospize Berlin, die auch schon auf ihrem extrem beschwerlichen Weg durch den Behörden- und Paragraphendschungel von den Lions gefördert wurden. Gerade bei sterbenden Kindern ist es unverständlich, dass hier noch zusätzliche Behördenhindernisse zu überwinden sind. Manuela Schwesig, Schirmherrin des Abends (leider abwesend, da verhindert) hat was die Hindernisse angehen noch viel zu tun.

Weiter so Lions und auch der Deutschen Oper Berlin ein riesengroßes Dankeschön. Edelmut stirbt doch nicht aus!

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