Wolfsburgs Frauen beschenken Kellermann erstmals mit Hafenstraßen Sieg – Kampfbetontes Spiel mit Toren von Martina Müller und Nadine Keßler

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Stephanie Bunte. © VfL Wolfsburg

Bis zur Winterpause

Seine Wölfinnen haben einer der drei Adventsaufgaben gemeistert. Am neunten Spieltag der Frauen-Bundesliga gewann der deutsche Champions League Gewinner, Meister und Pokalsieger mit einem 0:2 (0:1) Auswärtssieg gegen die SGS Essen. Damit haben die Wölfinnen die ersten drei von neun möglichen Punkten bis zur Winterpause eingefahren. Nach fünf Mal kein Sieg in Folge klappte es beim sechsten Mal und mit 18 Punkten steht der Triple-Sieger auf Platz drei der Tabelle hinter Frankfurt und Potsdam.

Sehr zufrieden

"In der ersten Halbzeit war es ein hart umkämpftes Spiel, in dem wir aber die klareren Chancen hatten – bei Nadine Keßler war nur der Pfosten im Weg. Das ein oder andere Mal hatten wir Glück, dass uns Essen mit seinem guten Umschaltspiel nicht ausgekontert hat – gefährlich vors Tor gekommen ist das Team von Markus Högner aber nicht. In Hälfte zwei waren wir aber klar das dominantere Team, der Sieg ist somit absolut verdient. Wir hatten uns vorgenommen hoch zu verteidigen und aggressiv zu spielen – das hat die Mannschaft umgesetzt," so die Analyse eines sehr zufriedenen Ralf Kellermann.

Aggressiv zu Werke

Wie erwartet entbrannte mit Anpfiff im Stadion Essen ein kampfbetontes Spiel, in dem  beide Teams aggressiv zu Werke gingen. Der VfL fand nicht gleich zu hundert Prozent in die Partie, so dass bis zum ersten Torschuss 15 Minuten vergingen – leider vergab Martina Müller nach guter Vorarbeit von Alex Popp (16.). Auch Zsanett Jakabfi verzog volley in der 23. Minute. Zumindest hatte die Elf von Coach Ralf Kellermann aber nun zu ihrer Form gefunden, das 4-4-2-System ging mehr und mehr auf. Drei Freistöße und einen Pfostenschuss von Nadine Keßler (35.) später, war es dann das Urgestein Martina Müller, das nach scharfer Hereingabe von Zsanett Jakabfi versenkte (40.). Mit dem 1:0 im Rücken ging es in die Kabine.

Frische Kräfte

In Hälfte zwei ließen die Wölfinnen den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen – von Beginn an störte der VfL früh und drückte Essen in die eigene Hälfte. So war es auch nur logisch, dass Nadine Keßler bereits in der 52. Spielminute das 0:2 markierte. In der 55. hätte wiederum Zsanett Jakabfi nachlegen können, vergab aber frei vor Torfrau Lisa Weiß. Nur zehn Minuten später erfolgte ein Doppelwechsel bei der SGS, Cheftrainer Markus Högner musste zwei frische Kräfte bringen. Klar überlegen kombinierte sich Wolfsburg gut bis zum Sechzehner, traf aber den Kasten einfach nicht. Alex Popp verfehlte die Maschen mit einem Flugkopfball nur knapp (72.).

Absolut erleichtert

Stephanie Bunte. © VfL WolfsburgZehn Umdrehungen später überlistete Viola Odebrecht die Essener Keeperin fast mit einem exzellenten Distanzschuss, den die zu weit vorm Tor stehende Lisa Weiß gerade noch über die Latte lenken konnte. Als auch Conny Pohlers das Leder in der 90. nicht mehr über die Linie bekam, stand das 0:2 als Endstand fest. Wolfsburgs Mannschaftsführerin Nadine Keßler als auch die Außenverteidigerin Stephanie Bunte gaben sich nach Abpfiff im Stadion Essen absolut erleichtert – beide Wölfinnen freuten sich über die drei Punkte in  dieser schwierigen Partie.  

Nadine Keßler: „Es war das erwartet schwere Spiel, wir haben bisher noch nie in Essen gewonnen. Zu Beginn fiel es uns auch schwer, wie immer gegen diesen Gegner. Nach und nach haben wir aber immer besser in die Partie gefunden und am Ende auch verdient gewonnen. Allerdings war es mehr Arbeit als Spielkunst.“

Stephanie Bunte: „Der Plan ist aufgegangen. Essen schaltet schnell um und kombiniert gut. Seitdem ich beim VfL bin, haben wir auswärts noch nie gewinnen können. Das frühe Pressen und die abkippende Sechs haben gut funktioniert. Dadurch ist dann auch das erste Tor entstanden. Und hinten ist eine für die andere mitgelaufen. So konnten wir die Essenerinnen knacken.“

Noch zwei Heimspiele

Nun warten bis zur Winterpause noch zwei Heimspiele auf den VfL, die die geforderten sechs Punkte einbringen sollen. Am Samstag, 7. Dezember, treffen die Wolfsburgerinnen um 13 Uhr auf den BV Cloppenburg, am Mittwoch, 11. Dezember, folgt das Nachholspiel gegen Freiburg. Anpfiff ist um 14.30 Uhr. Der Eintritt zu dieser letzten Partie des Jahres ist frei.

So spielten sie:

SGS Essen: 1- Lisa Weiß – 2- Dominique Janssen, 16- Jacqueline Klasen, 6- Vanessa Martini, 11- Irini Ioannidou – 23- Sara Doorsoun-Khajeh, 21- Ina Mester ( 18- Lena Ostermeier, 83.) – 4- Christina Dierkes ( 25- Henrike Sahlmann, 65.), 10- Linda Dallmann, 24- Lea Schüller ( 8- Madeline Gier, 65.) – 13- Charline Hartmann – Trainer Markus Högner

VfL Wolfsburg : 1- Almuth Schult – 20- Stephanie Bunte, 28- Lena Goeßling, Nilla Fischer, 16- Noélle Maritz ( 9- Anna Blässe, 46.) –  3- Zsanett Jakabfi ( 26- Conny Pohlers, 68.), 13- Nadine Keßler, 7- Viola Odebrecht ( 18- Yvonne Hartmann, 86.), 22- Verena Faißt – 25- Martina Müller, 11- Alexandra Popp – Trainer Ralf Kellermann

Tore: Müller (0:1, 40.), Keßler (0:2, 52.)

Schiedsrichterin: Angelika Söder (Schwarzenbruck)

Zuschauer: 1.174

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