„Wind der Hoffnung“ für Äthiopien? Separatisten legen Waffen ab, Bevölkerung und der Schulden explodieren

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Marsch mit Flaggen Ethiopiens. Quelle: Pixabay

Addis Abeba, Äthiopien; Berlin, Deutschland (Weltexpress). Äthiopien ist ein gescheiterter Staat mitten in Afrika. Die Bevölkerung des Binnenstaates vermehrt sich rasant und ungebremst. Dabei konkurrieren 120 ethnischen Gruppen miteinander, die von einer nicht relevanten Größe von ein paar Hundert bis zu mehrere Millionen reichen. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts dominieren die Amharen.

Dass jetzt „mehr als 1.700 Rebellen der separatistischen Nationalen Befreiungsfront von Ogaden (ONLF) … ihre Waffen niedergelegt“ haben, wie „Der Standard“ (9.2.2019) mitteilt, „das sagte der Vizepräsident des überwiegend von ethnischen Somalis besiedelten Gebiets im Osten des Landes, Mustafa Muhumed Omer, am Samstag. Die ONLF forderte seit Jahren eine Abspaltung von Äthiopien. Die Krisenregion gehört seit Ende des 19. Jahrhunderts zu Äthiopien, wird aber immer wieder von Somalia beansprucht. Die Rebellen waren im Nachbarland Eritrea aktiv, wo sie Kämpfer für Angriffe in Äthiopien ausgebildet haben sollen.“

„Die Kaiser Menelik II. hatte Äthiopiens Gebiet 1887 mit Eroberungen im Osten erweitert und die Somali-Nomaden im heutigen Gebiet zwischen Somalia, Djibouti und Äthiopien unterworfen. 1960 erlangte der Staat Somalia seine Unabhängigkeit und erhob sogleich Anspruch auf die äthiopischen Region“, informiert die „Welt“ (9.2.2019).

Ob wirklich ein „Wind der Hoffnung“ weht, wie „UN-Generalsekretär Antonio Guterres, der sich für einen Gipfel der Afrikanischen Union derzeit in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba aufhält“, gesagt haben soll, das darf bezweifelt werden. Zweifler sprechen von einem Hauch vor dem nächsten Sturm, der über Land und viel zu viel Leute hereinbricht. Die Überbevölkerung wird nicht vom Kaffee satt. Längst ist die Volksrepublik China wichtigster Handelspartern Äthiopiens und versucht, seine Interesse durchzusetzen, wie die Nordamerikaner und Westeuropäer ihre. Zudem steckt Äthiopien in der Schuldenfalle und sitzt auf einem hohem Überschuldungsrisiko. Der Schuldenstand hat sich in den letzten Jahren verdoppelt, der Schuldendienst verdreifacht. Größter bilateralen Gläubiger ist China. Addis Abeba, wird immer abhängiger von Peking.

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