Welkes Fleisch will Wiederwahl – Bouteflika, Algeriens Präsidentendarsteller, bis zum Tod

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Richtung Algerien. Quell: Pixabay

lgier, Algerien; Berlin, Deutschland (Weltexpress). Ein 81-jähriger todkranker Tattergreis mit wirklich schweren Gesundheitsproblemen ist nach mehreren Schlaganfällen im Grunde nicht mehr ganz bei Trost, aber noch Staatspräsident. Richtig, sowas geht nur in einem totalitären Muselmanenstaat.

Die islamisierten Bewohner Algeriens waren über drei Jahrhunderte Vasallen der Osmanen und über ein Jahrhundert Kolonialisierte der Franzosen. Danach waren die Algerien fix und fertig, so dass ein korrupter Schmierenkomödiant aus Marokko es zum Minister, sogar Außenminister in Algerien brachte, und 1999 zum Präsidenten.

Dass in Wirklichkeit Generäle in Algerien herrschen, das weiß jeder, der Algerien und vor allem die Algerier kennt. Die Generäle, also General Larbi Belkheir, General Smain Lamari u.a. leisteten sich mit Abd al-Aziz Bouteflika eine Marionette. Jetzt gönnen sich ihre Nachfolger den notwendigen Spaß, damit an den Eigentums-, Macht- und Herrschaftsverhältnissen nicht gerührt wird.

Die Wahl war damals noch nicht gelaufen, da stand Bouteflika schon als Präsidentendarsteller fest. Andere Kandidaten zogen zwar zurück, doch trotzdem musste die Wahl noch massisv gefälscht werden, damit Bouteflika gewann. Das ist großes Kino.

Bouteflika sorgte dafür, dass Versuche nach dem Algerienkrieg, der 1962 endete, einen sozialistischen Weg einzuschlagen, ins Gegenteil gekehrt wurden. Eine Islamisierung trat ein.

Jetzt will der Mann, der kaum sprechen kann und sich seit Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit blicken lässt, zum fünften Mal Präsident werden. Die Aufgeklärten in der ganzen Welt lachen oder winken gleich ganz ab.

Im „Handelsblatt“ (10.2.2019) heißt es: „Bouteflika habe in einer Erklärung seine Kandidatur für die Abstimmung am 18. April verkündet, meldete die staatliche algerische Nachrichtenagentur APS am Sonntag.“ Vermutlich wird er die Erklärung niedergeschrieben haben, da er ja nicht sprechen kann. Schreiben kann er eigentlich auch nicht. Vermutlich wird ein Gedankenleser tätig gewesen sein.

Bouteflika hat so fertig wie die Nationale Befreiungsfront (FLN), die aus der einstigen Befreiungsbewegung heraus gegründet wurde, genauer genommen im März 1954 von Ahmed Ben Bella in Kairo, und deren Mitglieder einst vom Sozialismus zu schwärmen schienen. Doch die FLN war nur gut darin, konkurrierende Gruppen innerhalb der Befreiungsbewegung auszuschalten. Die Kaderpartei war durch und durch stalinistisch. Sie schickten in die militärischen Einheiten Politoffiziere und verhängte Todesurteile. Die FLN war autoritär, Algerien totalitär.

Und Bouteflika war einer ihrer ausführenden Köpfe, seit Jahren ist er nur noch welkes Fleisch, das im Rollstuhl geschoben wird, wenn überhaupt.

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