Vizemeister Eisbären Berlin gegen Meister Red Bull München zum Auftakt der neuen Saison in der Deutschen Eishockey-Liga

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Eisbären Berlin gegen EHC Red Bull München am 18. Oktober 2016 in Berlin. © 2015, Foto: Joachim Lenz

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Der erste Spieltag in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) steht bevor und gleich zum Auftakt treffen der Meister aus München und der Vizemeister aus Berlin an der Halle in Sichtweite und beinahe in Speerwurfweite zur Spree am Freitag, den 14. September 2018, Spielbeginn soll um 19.30 Uhr sein, aufeinander.

Doch nicht alles ist, wie es war. Die Kader wurden geändert, sogar ein paar Regeln, und Trainer gewechselt.

Die Red Bulls lösten unter ihrem Meistertrainer Don Jackson für die Champions Hockey League (CHL) mit drei Siegen in vier Spielen das Ticket fürs die nächste Runde. Red Bull München qualifizierte sich nach vier von sechs Gruppenspielen sicher für das Achtelfinale, die Berliner flogen unter ihrem neuen Trainer Clément Jodoin mit vier Niederlagen in Folge raus.

Mark Voakes vom EHC Red Bull München meinte dazu: „Dass wir uns bereits jetzt für das Achtelfinale qualifiziert haben, gibt uns viel Selbstvertrauen. Das kann uns in den kommenden Wochen sicher helfen.“

Der Meister der vergangenen Jahre kommt also mit breiter Brust nach Berlin, wo die Knie weich scheinen wie Wachs.

Benedikt Pätzholdt meint unter dem Titel „Aus in Europa Eisbären machen das Pleiten-Quartett voll“ im „Berliner Kurier“ (9.9.2018), dass die Berliner Eisbären ihre „Erinnerungen an Europa … vergessen und gegen Meister München … mit neuer Lust in die Liga … starten“ sollten. Wenn das so einfach wäre.

Die einen sehen „gravierende Schwächen“, „Krampf statt Kampf“, andere die „Eisbären zu oft auf der Strafbank“ und Jodoin nur „einige unnötige Strafen“, die „uns den Sieg gekostet“ haben.

Die Zuschauer werden am Freitag vermutlich wieder Eisbären-Spieler auf der Strafbank sehen, auf jeden Fall einige neue Spieler, andere nicht. Beispielsweise verabschiedete sich Marcel Noebels nach Bosten in die USA, beispielsweise fällt Eisbären-Torhüter Marvin Cüpper nach einer Fußverletztung im vergangenen CHL-Duell gegen Kometa in Brünn dieses Wochenende und auch die nächsten Wochen aus.

Immerhin bleibt Eisbären-Stürmer Jason Jaspers. Er wurde von der EHC Eisbären Management GmbH für die Saison 2018/19 verpflichtet. Der 37-Jährige bestritt die gesamte Vorbereitung mit Siegen und die CHL mit Niederlagen mit. Licht und Schatten, möchte man meinen, doch Stéphane Richer lässt per Eisbären-Pressemitteilung vom 11.9.2018 verkünden: „Jason Jaspers bringt unglaublich viel Erfahrung mit und kann unserem Team wirklich weiterhelfen. Er gibt unserem Kader nach
dem Weggang von Marcel Noebels zudem mehr Tiefe.“

Dass Jaspers „vor fast 20 Jahren von den Phoenix Coyotes für die NHL gedraftet“ wurde, „2001 … mit dem kanadischen Junioren-Nationalteam bei der U20-WM die Bronzemedaille“ gewann, „nach 9 NHL-Spielen für die Coyotes und 334 für Utah und Springfield … 2007 nach Mannheim“ wechselte, „dort … gleich im ersten Jahr die Meisterschaft“ feierte, „seitdem … jeweils drei Spielzeiten auch für Köln, Nürnberg und Iserlohn“ spielte „und … mit diesen Mannschaften in zehn von elf Jahren die Playoffs“ erreichte, „nach 17 Saisontoren in 48 Spielen für die Iserlohn Roosters 2017/18 … nun wichtige Tore für den DEL-Rekordmeister schießen“ wolle, das wird auch mitgeteilt.

Der derzeitige Eisbären-Kader wird von der Eisbären-Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Berlin wie folgt mitgeteilt:

Tor: Marvin Cüpper, Maximilian Franzreb, Konstantin Kessler, Tobias Ancicka

Abwehr: Mark Cundari, Maximilian Adam, Kai Wissmann, Frank Hördler, Danny Richmond,
Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Florian Kettemer

Angriff: Brendan Ranford, Jason Jaspers, Jake Ustorf, Charlie Jahnke, Vincent Hessler, Jamie
MacQueen, Thomas Reichel, Thomas Oppenheimer, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc
Aubry, Cedric Schiemenz, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James
Sheppard, Colin Smith, Mark Olver

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