Mittwoch, 01. Juli 2026
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„Unumstößliche Wahrheiten“ in der Volksrepublik China und in der Republik China – In beiden Staaten wurde und wird auf das Ein-China-Prinzip gepocht

Republik China auf der Insel Taiwan. Quelle: Pixabay, Foto: Kim Nguyen

Peking, VR China; Berlin, BRD (Weltexpress). Die politischen Spannungen und das militärische Schaulaufen halten zwischen der Volksrepublik China (VR China) und der Republik China auf der Taiwan genannten Insel, auch als Formosa bekannt, an. Kenner und Kritiker wissen, daß die Republik China nicht weniger ein Staat ist als die VR China.

Doch nicht jeder Staat erkennt die VR China an so wie nicht jeder Staat die Republik Formosa, auch als Demokratische Republik Taiwan bezeichnet, anerkannte. Niederländisch-Formosa war eine Kolonie des Königreiches der Niederlande. Auch Japaner herrschten über die Völker dieser Insel. Nach den „Japanern“ kam Chiang Kai-shek oder Tschiang Kai-schek, der groß Gegenspieler von Mao Zedong und bis zur Übernahme von Macht und Herrschaft durch die KPCh der führende Politiker in China. Vor der Volksarmee flohen er und seine Soldaten sowie Millionen Han und Hui, Zhuang und Mandschu, Miao und Mangolen, Uiguren und Tibeter und so weiter und so fort auf die Insel Taiwan, wo er 1949 die provisorische Regierung der Republik China proklamierte. Selbstverständlich bestand der Anspruch der Republik China auf ganz China und das offiziell mindestens bis zum Tod dieses Anführers 1975.

Die KPCh und somit die VR China bekundet bis heute den Anspruch auf die Republik China. Das wurde kürzlich beim Besuch des Terror- und Kriegspräsidenten Donald Trump mit Gefolge in Peking deutlich gemacht und jetzt beim Besuch von RF-Präsident Wladimir Putin. Der Sprecher des VR-chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, erklärte nun in Peking, daß die Republik China die „unumstößliche Wahrheit“ anerkennen und seinen Status als Teil der VR Chinas akzeptieren müsse.

In Taipeh, Hauptstadt der Republik China, ist die „unumstößliche Wahrheit“ das genaue Gegenteil. Nach wie vor gibt es auch in diesem Staat des Kapitals eine „unumstößliche Wahrheit“ und das Pochen auf das Ein-China-Prinzip, allerdings gibt es mehrere Parteien in der Republik China sowie eine freiere Presse, so daß auch in der Öffentlichkeit mehrere „Wahrheiten“ zu sehen und zu hören sind.

Fragt man Vertreter der einheimischen Völker auf der Insel Taiwan, dann dürfen sich alle Eroberer und Umvolker zum Teufel scheren, ob Staatsbürger aus dem Königreich der Niederlande oder Staatsbürger aus dem Japanischen Kaiserreich oder Hui und Han und so weiter woher auch immer. Doch Urbevölkerung, auch Ureinwohner genannt, ist aufgrund der Umvolkungen so klein und schwach, daß sie nie und nimmer gefragt werden.

Anmerkung:

Siehe die Beiträge

im WELTEXPRESS.

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