Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt – die Serie der Unioner hält

Sind in der Corona-Zeit überflüssig. Foto: Hans-Peter Becker

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Es sah zunächst nach einem entspannten Nachmittag für die Anhänger des 1. FC Union aus. In der 16. Spielminute verwandelte Max Kruse einen Foulelfmeter. Diesmal benötigte er keinen Nachschuss. Es war bereits der Treffer zum 2:0. In der Anfangsphase hatten die Gäste von der Eintracht aus Frankfurt einen kollektiven Aussetzer. Mit dem 0:1 nach nicht einmal zwei Minuten wurden sie kalt erwischt. Frankfurts Keeper Kevin Trapp wurde gleich zum tragischen Helden, er ließ eine harmlose Flanke prallen und Robert Andrich bedankte sich. In der 19. Minute hatten die Eisernen zwei Riesengelegenheiten auf 3:0 zu stellen. Das Spiel wäre etwas mehr als nur vorentschieden gewesen.

Die Gäste fingen sich und schafften es bis zur Pause den Spielstand wieder pari zu stellen. Beim Anschlusstreffer der Eintracht zum 1:2 hatte Unions Keeper Andreas Luthe einen schwachen Moment. Gegen den Treffer zum Ausgleich war kein Kraut gewachsen. Frankfurts Andre Silva traf erneut.

In der zweiten Halbzeit drehten die Gäste das Spiel. Bas Dost sorgte für lange Gesichter bei den Eisernen. Allerdings nur für knapp zwei Minuten, den Union hatte einen Max Kruse auf dem Feld. Was würden sie wohl ohne ihn machen? Mit einem satten Schuss, mit dem linken Fuß hämmerte er den Ball in die Maschen und rettete den Punkt. Es war aufgrund der Steigerung der Gäste nach ihrer katastrophalen Startphase ein gerechtes Ergebnis.

Taktik

Urs Fischer hatte sich für eine 4-4-2 Formation entschieden, in der Max Kruse alle Freiheiten bekam. Auf den Flügeln sollten Sheraldo Becker auf der rechten und Marcus Ingvartsen auf der rechten Seite für Tempo und Flankenfutter für die Stürmer im Zentrum Max Kruse und Taiwo Awoniyi sorgen. Adolf Hütter auf der Gegenseite stellte ein 3-5-2 (3-4-1-2). Es funktionierte besser, nachdem die Frankfurter den Schock des frühen Rückstands überwunden hatten. Die drei Innenverteidiger bekamen Awoniyi und Kruse immer besser in den Griff. Die Angriffsversuche der Eisernen über die Flüge versandeten oft, weil Becker zwar schnell ist, – in diesem Spiel mit der zweitschnellsten Sprintzeit gemessen – leider gesellen sich dazu nur solide Fähigkeiten mit dem Ball. Dass es letztlich zu einem Unentschieden reichte, war dem Unterschiedsspieler Max Kruse zu verdanken. Fischer wechselte in der 73. Minute aus, brachte für Becker, der nach vielen Sprints am Ende seiner Kräfte war, Akaki Gogia. Die beiden anderen Wechsel in der Schlussphase waren mehr für die Ergebnissicherung gedacht. Zudem wirkte Grischa Prömel etwas übermotiviert und hatte sich 57. Minute eine gelbe Karte abgeholt.

Fazit

Die Eisernen präsentierten sich selbstbewusst und als sehr kompakte Einheit. Die frühe Führung war ein zusätzlicher Joker. Zu viel Ballbesitz ist nach wie vor nicht Sache der Fischer-Elf. Sie gehen mit einer beachtlichen Serie von ungeschlagenen Spielen in das bevorstehende Hauptstadt-Derby. Ein bisschen Selbstbewusstsein haben ja auch die Charlottenburger getankt und einen Punkt aus Leverkusen mitgebracht.

Spieldaten

Fußball-Bundesliga

9. Spieltag 28.11.2020 15:30 Uhr Stadion „An der Alten Försterei“

1. FC Union Berlin – Eintracht Frankfurt 3:3 (2:2)

1. FC Union Berlin: Luthe – Trimmel, Friedrich, Knoche, Lenz –Prömel (84. Griesbeck), Andrich – Becker (73. Gogia), Kruse, Ingvartsen (84. Bülter)– Awoniyi

SG Eintracht Frankfurt: Trapp – Abraham, Hinteregger, Ndicka – Durm (78. Da Silva), Ilsanker, Kamada, Sow (87. Rode), Kostic – Dost, Silva

Schiedsrichter: Tobias Reichel, Christian Dietz, Arno Blos, Thorben Siewer

Tore: 1:0 Andrich (2.), 2:0 Kruse (6.), 2:1 Silva (27.), 2:2 Silva (37.), 2:3 Dost (79.), 3:3 Kruse (82.)