To keep the Germans down and the Russians out – Nichts Neues auf der Kriegskonferenz in München oder Das Vasallentum der Deutschen

Bundeswehrsoldaten im Einsatz.
Bundeswehrsoldaten im Einsatz außerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Auf der Münchner Sicherheitskonferenzt sprach Minister Ursula von der Leyen (CDU), aber nicht über Kampfjets und Hubschrauber, die nicht fliegen, Panzer und Kriegsschiffe, die nicht fahren, sowie U-Boote, die nicht tauchen, sondern begrüßte die Anwesenden und platzierte Basisbanalitäten.

Der „Focus“ raunte anschließend, dass ein „Spitzendiplomat“ der NATO – und zwar einer „eines großen Mitgliedslandes“ – gesagt haben solle, dass „Deutschland … unter Frau von der Leyen das Engagement in der Nato deutlich verstärkt“ habe, was seiner Meinung nach auch ihr „zu verdanken“ sei, und fügte an: „Sie wäre eine gute Wahl für das Amt des Generalsekretärs.“ Dass Geräuschkulisse im im Hotel Bayerischer Hof in München nehmen „Focus“, „FAZ“ und andere zum Anlass und fragen (17.2.2018): „Wird Ursula von der Leyen Nato-Generalsekretärin?“

Dass die Amtszeit des Norwegers Jens Stoltenberg „noch bis 2020“ gehe, das wird im „Focus“ genau so wenig verschwiegen wie der Hinweis darauf, dass Ursula von der Leyen die erste Frau an der Spitze der NATO wäre.

Und in der „FAZ“ wird darauf hingewiesen, dass die Bundesrepublik Deutschland (BRD) nur einmal einen NATO-Generalsekretär stellen durfte. „Von 1988 bis 1994 war der CDU-Politiker Manfred Wörner erster und bisher einziger deutscher NATO-Generalsekretär und Vorsitzender des Nordatlantikrats“, teilt die „FAZ“ mit und vergisst nicht zu erwähnen, dass „grundsätzlich … die Vereinigten Staaten“ von Amerika (USA) die militärische Führung der Allianz“ stellten, „aber den zivilen Posten des Generalsekretärs … die Europäer“ besetzten. Nun, in einem Kriegsbündnis ist der Zivilist nichts weiter als ein Beauftragter für Public Relations und also Pressesprecher und Suppenkasper in einem, der sowohl Krieg als Frieden und Vasallen der USA als Partner verkaufen muss. Das gelingt am besten gelingt einem Vasall. Von der Leyen wird das diesbezügliche Funktionieren von Verantwortlichen in den USA zugetraut.

Da interessiert ihr Geschwätz von gesten, als laut „FAZ“ die Ministerin „vor rund 30 Regierungschefs und 80 Außen- und Verteidigungsministern mehr militärisches Engagement der Europäer“ verkündete, nicht.

Doch von der Leyen soll Deutschland demnächst nicht nur am Hindukusch in Afghanistan verteidigen, sondern auch am Euphrat im Irak. Laut Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes in Berlin solle Gabriel gesagt haben: „Deutschland ist bereit.“

„Wir wollen transatlantisch bleiben und europäischer werden“, sagte die Bundesverteidigungsministerin. Es dürfe aber nicht beim „Aufbau von Fähigkeiten und Strukturen“ bleiben, dahinter müsse auch der gemeinsame Wille stehen, „das militärische Gewicht auch tatsächlich einzusetzen“, denn „es geht um ein Europa, das auch militärisch mehr Gewicht in die Waagschale werfen kann. Das damit mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortung tragen kann – letztlich auch in der NATO.“

Und darauf kommt es letztendlich an: auf das Eingebundensein „To keep the Germans down“ unter der Führung der Supermacht USA in der NATO ist und bleibt das Entscheidende. Zu dieser Unterwerfung haben sich die Vertreter des BRD-Vasallen mehr oder minder bekannt, und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) beim „To keep the Russians out“ noch eins draufgesetz, als er Richtung Russischer Föderation die Peitsche schwang und „die Etablierung“ einer militärischen „Mission, die Durchsetzung eines Waffenstillstands und den Rückzug schwerer Waffen“ aus dem Donbass forderte, und als Zuckerbrot „einen schrittweisen Abbau der Sanktionen“ servierte. Diesen Humor schätzen Generale bei der Supermacht-Veranstaltung NATO.

Dazu erklärte WELTEXPRESS-Autor Willy Wimmer gegenüber „Sputnik“ (17.2.2018): „Frieden ist nicht das Ding der NATO. Und die Vereinigten Staaten von Amerika sowie die gewöhnlich kriegsführenden Kräfte in Europa, wie die Briten und die Franzosen, haben alles getan, um uns wieder in einen Zustand zu bringen, den wir glaubten, 1990 verlassen zu haben. Das heißt, eine Konfrontationslage, von uns gewollt, gegenüber der Russischen Föderation. Das ist das verbrecherische an dieser erklärten Politik.“

Dass heute deutsche Panzer 150 Kilometer vor St. Petersburg entfernt stehen, jedenfalls die, die noch fahren, das ist eine Schande und das Ergebniss des Vasallentums der Deutschen. Gut, dass die Russen wissen, dass die Moral der deutschen Soldaten mies ist und deren Material Schrott.

Anmerkungen:

Siehe hierzu den Beitrag Bundesmarine in Seenot von Claudio Michele Mancini im WELTEXPRESS.

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