Dresden, Sachsen, BRD (Weltexpress). Olivgrüner Wolfram Günther (B90G), der für Kenner und Kritiker von Vieh- und Agrarwirtschaft wenig Ahnung habe, tat wohl auch seinen Teil dazu bei, daß laut Statistischem Landesamt die Zahl der Rinder und Schweine im Bundes- und Freistaat Sachsen, dessen Bevölkerung bei der BRD mitmacht, auf den tiefsten Stand seit 1992 gesunken ist. Über den Anteil wird gestritten, aber daß beispielsweise die Zahl der Schweine in den letzten fünf Jahren um 32 Prozent abgenommen hat, das dürfte ernsthaft kaum zu bestreiten sein.

In einer Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag vom 25.3.2024 wird Jörg Dornau als agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion dazu wie folgt zitiert: „Die Sachsen wollen regionale Nahrungsmittel und keine Billigimporte aus dem Ausland, die unter geringen Umwelt- und Sozialstandards produziert wurden. Das geht bereits bei der Milch los, die schon jetzt in erheblichem Umfang aus Polen und Tschechien kommt. Der Rückgang der regionalen Tierhaltung unter dem grünen Agrarminister Wolfram Günther ist deshalb fatal.

Günther redet zwar den ganzen Tag von regionaler Landwirtschaft, wirft den heimischen Bauern aber ständig neue Knüppel zwischen die Beine. Ob bürokratische Auflagen für Tierhalter, Düngeverbote, Flächenstilllegung oder die Bevorzugung ökologischer Landwirtschaft auf Kosten der konventionellen Bauernhöfe: Günther will unsere Landwirtschaft für das Klima opfern.

Im Gegensatz dazu will die AfD die Selbstversorgung mit regionalen Nahrungsmittel sichern. Im Sächsischen Landtag haben wir deshalb ein Nothilfeprogramm für Schweinehalter beantragt (7/8876). Weiterhin fordern wir eine auskömmliche Investitionsförderung und Bürokratieabbau beim Bau von Ställen (7/13155).

CDU-Ministerpräsident Kretschmer muss sich vorhalten lassen, dass es ein schwerer Fehler war, das wichtige Agrarministerium einem grünen Ideologen zu überlassen.“

Wenn das allen Wahlberechtigten im Bundes- und Freistaat Sachsen wichtig wäre, dann wäre die Partei der Freiheit und des Friedens mit 100 Prozent Zustimmung wohl auch die Partei der Rinder und Schweine. Nach wie vor scheint den meisten Wahlberechtigten der Käse mit dem Thema Vieh- und Agrarwirtschaft wohl Wurst zu sein.

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