Täglich Tote und Verletzte am Hindukusch

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Hubschrauber über dem Hindukusch.
US-Amerikanischer Hubschrauber über dem Hindukusch, Afghanistan. Copyright Photo USArmy Spc Ken Scar 7th MPAD

Kabul, Afghanistan; Berlin, Deutschland (Weltexpress). Dass wir die angeblich afghanischen Marionetten der Besatzer aus den Vereinigten Staaten von Amerika (deutsch VSA, englisch USA für United States of America) für Bürgermeister von Kabul halten, weil ihr jeweiliger Herrschaftsbereich arg begrenzt ist, das wissen die Leser des WELTEXPRESS. Sie wissen auch vom Krieg, den die VSA und ihre Vasallen am Hindukusch in penetranter Permanenz treiben.

Der Krieg in Afghanistan ist ein Krieg, über den hier und auch heute noch Sozen und Christen der Bundesrepublik Deutschland (BRD) als Verteidigung des Vaterlandes am Hindukusch heucheln, während dort seit fast 18 Jahren Tag für Tag Tote und Verletzte zu verzeichnen sind.

Die Lügen-Politiker und -Presse sprechen und schreiben von einem Konflikt. Wir nennen das Krieg.

„Zeit-Online“ (17.9.2019) teilt unter dem Titel „Selbstmordattentat: Fast 50 Tote bei Anschlägen in Afghanistan“ mit, dass am Dienstag „bei einer Kundgebung von Präsident Aschraf Ghani … Selbstmordattentäter mindestens 46 Menschen getötet“ hätten und „die Taliban … die Angriffe für sich“ reklamiert hätten. Präsident Ghani? Bürgermeister Ghani, richtig. Angriffe? Der eine Angriff der Taliban erfolgte in der „Hauptstadt“ Kabul, der andere vor der „Hauptstadt“ in der Stadt Charikar, die nördlich von Kabul liegt.

Bürgermeister Ghani befindet sich derzeit in einem „Wahlkampf“ genannten Spektakel, der einer Inszenierung von Politik gleich. Dass die Taliban von den Bürgermeisterwahlen unter dem Besatzungsregime der VSA nichts halten, das ist verständlich. Und die Taliban halten sich, weil sie im Volk verankert und eben keine Fremde am Hindukusch sind.

Die Fremden, die Besatzer, die Regierung der Imperialisten aus den VSA beendete vergangene Woche die Verhandlungen mit den Taliban über einen Frieden in Afghanistan. An den Verhandlungen nimmt der Bürgermeister von Kabul übrigens nicht teil.

Nicht nur am Dienstag gab es Tote und Verletzte in diesem Krieg, sondern auch am Mittwoch. Unter der Überschrift „Vier Tote bei Selbstmordanschlag in Afghanistan“ heißt es in „Salzburger Nachrichten“ (18.9.2019), dass bei einem Selbsttötungsattentat „in der ostafghanischen Stadt Jalalabad … mindestens vier Menschen getötet und zwölf weitere verletzt worden“ seien. Erst kam der Selbsttötungsattentäter, dann seine Kameraden. „Wie das afghanische Innenministerium mitteilte, kämpften Sicherheitskräfte mehrere Stunden lang gegen die Angreifer. Dabei seien letztlich alle drei Angreifer getötet worden.“

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