Scharmützel vor Slawjansk – Volkswehr-Chef Ponomarjow bittet Russlands Präsidenten Putin um militärischen Beistand

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Die Verteidiger von Slawjansk, die für mehr Autonomie, einen eigenen Donbass-Staat kämpfen und als prorussisch gelten, wurden an einem Kontrollposten von faschistischen Kräften im Dorf Bilbasiwk östlich von Slawjansk angegrifffen. Drei Verteidiger und ein Angreifer sollen erschossen worden sein. Die knapp zwei Dutzend Angreifer sollen in vier Autos angekommen sein.

„Zwischen zwei Gruppen von Bürgern kam es in der Stadt Slawjansk, Gebiet Donezk, zu einem bewaffneten Zusammenstoß an einem Kontrollposten. Dabei kam eine Person ums Leben, drei weitere erhielten Schusswunden und wurden ins Krankenhaus eingeliefert“, heißt es in der Mitteilung des Innenministeriums der Umsturz-Regierung in Kiew, die auf der Webseite der Behörde veröffentlicht wurde. Der Chef der Volkswehr der ostukrainischen Stadt Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, erklärte laut RIA Novosti, daß ein Mitglied der Volkswehr, der Bürgerwehr "getötet und zwei weitere verletzt wurden". Die Bürgerwehr will "bis zu sieben Angreifer getötet" haben.

Zudem bat Ponomarjow Russlands Staatsführung um die Entsendung von "Friedenstruppen", die die Bewohner „vor der Nationalgarde und dem Rechten Sektor schützen“ sollen, teilt RIA Novosti mit. Weiter heißt es: „Unsere Brüder werden getötet“, erklärte er am Sonntag bei einer Pressekonferenz, die der Schießerei in der vergangenen Nacht am Rande der Stadt gewidmet war. „Man spricht nicht einmal mit uns – man tötet uns einfach.“

Wie Ponomarjow in einem Gespräch mit RIA Novosti erklärte, „lebt die Stadt heute im Zustand einer Belagerung durch den Rechten Sektor“. Nur Russland könnte die Stadt schützen, deshalb habe er sich an Präsident Wladimir Putin gewandt, Friedenstruppen in die ostukrainischen Gebiete Donezk und Lugansk zu entsenden.

Der Föderationsrat (Russlands Oberhaus) hatte Präsident Wladimir Putin das Recht erteilt, russische Streitkräfte zur Normalisierung der gesellschaftspolitischen Lage in der Ukraine einzusetzen.

Bei seiner Fragestunde mit russischen Bürgern am Donnerstag äußerte Putin seine Hoffnung darauf, dass er von dem ihm erteilten Recht niemals Gebrauch machen wird und dass alle akuten Probleme mit politisch-diplomatischen Mitteln geregelt werden können.

Am gleichen Tag fand in Genf ein Vierertreffen zur Lage in der Ukraine statt, bei dem die Vertreter Russlands, der USA, der EU und der Ukraine ein Dokument annahmen, mit dem die Konfliktseiten aufgerufen werden, von Gewalt, Extremismus und Provokationen Abstand zu nehmen, mit der Entwaffnung der illegalen Formationen zu beginnen sowie die gesetzwidrig besetzten Gebäude und Straßen zu räumen.

Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow betonte, besteht das Hauptergebnis der Verhandlungen in dem Fakt der Anerkennung durch alle Seiten, dass die Krise in der Ukraine von den Ukrainern selbst überwunden werden muss.

Mit Material von RIA Novosti

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