„Scharfschützen“ der Billigkaufkauskette-Liga?

Eishockey.
Eishockey. © 2017, Foto: Joachim Lenz

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Das Hofberichterstatter immer auch Hofnarren sind, das beweisen sogar diejenige, die nur über Sport berichten wollen, können und dürfen, selten müssen. In „Berliner Zeitung“ (19.2.2021) teilt Marcel Stein unter der Überschrift „Die Eisbären Berlin sind jetzt die Scharfschützen der Liga“ mit, dass „der EHC auch am Freitag in Köln“ das „Polster vor der Konkurrenz“ ausgebaut habe. „Gegen die Haie gewannen die Berliner diesmal mit 6:1 (4:1, 1:0, 1:0) – und sind damit nun die Mannschaft mit den meisten Toren (67) in der gesamten DEL.“

Nun, mit DEL ist die Deutsche Eishockey-Liga gemeint, die nach einer Billigkaufhauskette benannt wurde. Nicht nur das, sie wurde auch zweigeteilt in eine Gruppe Nord und eine Gruppe Süd. Damit ist sogar die verlogen Hauptrunde genannte Vorrunde vor den ausländisch gewitzigt Playoffs genannten Entscheidungsspielen um die BRD-Meisterschaft halbiert. Mit anderen Worten: Es gibt die Nord-Liga und die Süd-Liga. Und irgendwann wird es ernst, wenn die besten Eishockey-Unternehmen der BRD gegeneinander spielen.

Keine Frage, dass die Berlin derzeit mit Leonhard Pföderl einen Stürmer in ihren drei, vier Reihen haben, der in den bisherigen 17 Punktspielen 13 Tore erzielte. Mit Marchel Noebels führt auch ein Eisbär die Rangliste der besten Vorlagengeber an, 23 an der Zahl. Bei den Punktesammlern, ein aparter Mix aus Vorlagen und Toren führt Noebels aktuell ebenfalls mit 26 Punkten, die er bisher in der Nord-Liga gesammelt hat.

Dass die EHC Eisbären Management GmbH in dieser Nord-Liga mit Mathias Niederberger auch noch den besten Torhüter unter Vertrag hat, das alles und noch viel mehr führt dazu, dass die Mannschaften oben steht. Ob sie auch in einer BRD-Liga oben stehen würde, das ist Kaffeesatzleserei. Wer dieser oder auch Bleigießen zugeneigt sein sollte, der möge sich die üblichen Lügen- und Lückenmedien reinpfeifen. Wohlsein!