Russische Föderation spannt als Garantiemacht der Kurden Schutzschirm über Rojava

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Kriegsflugzeuge der Russischen Föderation. © Sputnik, Foto: Witalij Timkiw

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Was ist das Abkommen zwischen den Demokratischen Kräften Syriens (DKS) in Rojava und dem Assad-Regierung in Damaskus wert? Viel, sehr viel, denn die DKS ist ein breites militärisches Bündnis, das offiziell am 10. Oktober 2015 gebildet wurde und zu dem die kurdische Yekîneyên Parastina Gel (YPG) zwar den stärksten Teil beiträgt, aber es ist eben nicht die YPG & Konsorten oder die YPG u.a.

Und auf der anderen Seite Baschar Hafiz al-Assad, der trotz Bürger- und Stellvertreterkrieg Generalsekretär der Baath-Partei und Staatspräsident Syriens ist.

Für Sevim Dagdelen, aktuell stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag „eröffne“ das Abkommen laut Pressemitteilung vom 14.10.210) „die Möglichkeit, sich gemeinsam gegen die islamistischen Terrormilizen zu Wehr zu setzen und weitere Massaker Erdogans und seiner Schergen zu verhindern“. Für Dagdelen ist das kein Pakt mit dem Teufel wie für Raniah Salloum, die unter dem Titel „Pakt mit dem Diktator“ in „Spiegel-Online“ (14.10.2019) dies für „das Ende ihrer Selbstverwaltung“ im Vielvölkerstaat Syrien hält.

Wer ehrlich ist, der muss zugegen, dass Rojava längst ein Staat mit eigener Gesetzgebung, eigener Staatsgewalt, eigenem Staatsgebiet und eigenem überwiegend kurdischen Staatsvolk ist. Die Herrschenden in diesem Staat Rojava erlaubten es dem syrischen Staat unter Präsident und Oberbefehlshaber Assad, beispielsweise den Flughafen in Kamischli zu konrollieren oder einen Stützpunkt in Hassake zu halten, so wie die der syrische Staat dies der Russischen Föderation gestattet, die in Latakia und in Tartus. Die Kurden der DKS schlossen also nicht Frieden mit dem Feind, sondern ein aus der Not geborenes Abkommen mit einem politischen Gegner, auch wenn für viele kurdische Familie das Syrien unter Assad weiterhin verhasst ist, weil sie schlimme Erfahrungen der Unterdrückung erlebten. Doch Syrien ist im Vergleich zur Türkei nicht nur das geringere übel, die Türkei ist der Hauptfeind, der ins eigene Land drängt, so wie es der Islamische Staat war. Salloum scheint auf diesem Auge blind zu sein, ihr Text reicht über Gesinnungsjournalismus nicht hinaus.

Dagdelen vertritt die Ansicht, dass „die Entscheidung der Kurden in Syrien … jetzt nicht durch US-Präsident Donald Trump und die sogenannte Anti-IS-Koalition hintertrieben werden“ dürfe. „Nach dem Verrat der Kurden durch die USA und den Westen an den NATO-Partner Türkei wäre die Alternative, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit seiner Soldateska aus islamistischen Mörderbanden der Freien Syrischen Armee durch ethnische Säuberungen Hunderttausende vertreiben lässt und den barbarischen IS wiederbelebt. Das kann niemand wollen.“

Die Kurden in Rojava, denen selbstverständlich das Hemd näher ist als der Rock, vor allem dann, wenn das Hemd Leben heißt, können das bei ihrer Existenz nicht wollen. Sie setzten auf den Kreml als Garantiemacht und die Schutztruppen der Russischen Föderation.

Nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika ihren Schutzschirm über Rojava eingespannt haben, spannen ihn die Russen auf. Die Russen sind für die Kurden in Rojava jetzt der letzte Garant ihrer Existenz.

Die Amis ziehen ab, die Franzosen packen auch ihre Siebensachen und die Deutschen in Jordanien müssen schleunigst zurück geholt werden. Die Merkel-Regierung mit den Ministern aus den Altparteien CDU, CSU und SPD tun gut daran, die Zeichen der Zeit im Nahen Osten zu erkennen und die Fahne im Haschemitisches Königreich einzuholen. Die Vasallentruppe der Bundeswehr wird vom Imperium dort nicht mehr gebraucht. Selbst wenn sie die Kurden mit beschützen wollte, wäre der bemitleidenswerte Haufen viel zu schwach. Die Sozen und Christen sollten die Soldaten der BRD zum 31. Oktober 2019 heimholen.

Sie sind denkbar ungeeignet für den Schutzschirm der Russen für die Kurden.

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